Sportliche Entdeckertour: von der Echaz auf die Alb

Entdeckertour_8692_web  Wackerstein_8705_web

Pfullingen Zu einer Entdeckertour von der Echaz auf die Alb hatte die Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins eingeladen. Unter der Begleitung von Gerhard Stolz und Doris Sautter begannen die 35 Teilnehmer die Tour an den Pfullinger Hallen. Zuerst gab es den glücklichen Umstand der Pfullinger Industrialisierung zu entdecken, die Urfall. Hier teilt sich die Echaz in natürlicher Weise und  konnte dadurch die Ansiedlung vieler Mühlen ermöglichen. An der Villa Laiblin vorbei gelangten die Wanderer hinaus ins Lindental. Durch das Gewand Küche, in der etliche Quellen des Lindentalbaches liegen, kamen sie zur Ochsensteige, einem alten Albaufstieg. Weiter ging es dann zum Naturdenkmal Lache, einem Karstwasserquelltopf. Auf der darunter liegenden Trollblumenwiese gab es dieses Jahr leider nur wenige Exemplare der seltenen Blume zu entdecken. Dann machten sich die Albvereinler auf dem Jägersteig hinauf zum Naturschutzgebiet Gielsberg. Vorher erfuhren sie noch Wissenswertes über die Wege im Biosphärengebiet. Am Wegesrand waren dann weiße Waldvögelein und knospender Türkenbund zu sehen. Entlang des Waldsaumes gelangten sie zur Schutzhütte und dem Aussichtspunkt am Jägerberg. Nach der wohlverdienten Rast wanderten die Teilnehmer über die blühenden Hochwiesen. Nicht nur die verschiedenen Orchideenarten, auch die anderen Blumen der Einmähder waren eine Augenweide. Vom Parkplatz Gielsberg erfolgte der Aufstieg zum Auchtert, Pfullingens höchstgelegenem Punkt. Über das Ruoffseck wurde ein vielbeachteter Grenzstein erreicht. Dieser Dreimärkerstein dürfte vor seiner Verwendung als Grenzpunkt eine andere Funktion gehabt haben. Weiter ging es über einen schmalen Grat zum Wackerstein hoch. Von diesem Schwammstotzen gab es eine herrliche Aussicht ins Albvorland und bis hinüber in den Schurwald. Hinunter zum Sättele, einer alten Wegekreuzung, und dann über einen weiteren Felsenaufstieg gelangten die Albvereinler zum Schönbergturm. Bei herrlichem Wetter gönnten sich die Pfullinger und ihre Gäste eine Rast am Turm. Über den Wanderpfad gelangten sie dann hinab zur Wanne. Vorbei am Fritz-Boley-Gedächtnisstein ging es dann in Serpentinen hinunter zum Ahlsberg und zurück zu den Pfullinger Hallen. Gerhard Spardella bedankte sich im Namen der Teilnehmer für die aufschlussreiche Tour, bei der es auch für die Pfullinger Neues zu entdecken gab.

Wanderfahrt in den hohen Norden – Hamburg

Bild Hamburg   Hamburg_8350_web

Hamburg_8370_web   Hamburg_8550_web

Hamburg_8477_web   Hamburg_8604_web

Pfullingen In den Hohen Norden führte die diesjährige Wanderreise der OG des Schwäbischen Albvereins. Unter dem Motto Hamburg und Umgebung haben die Wanderbegleiter Gerhard Stolz, Traude und Gerhard Spardella , sowie Doris Sautter das Programm zusammengestellt. Nach der Ankunft auf dem Flughafen Fuhlsbüttel bezogen die Pfullinger ihr Standquartier im Zentrum Hamburgs. Anschließend unternahmen sie sogleich eine Stadtrundfahrt , damit die 41 Teilnehmer einen ersten Überblick über Hamburg bekamen. Dass Hamburg viele Brücken hat, war hinlänglich bekannt, aber dass  sie mit ihren 2500 Brücken die europäische Stadt mit den meisten Brücken ist, hat doch alle überrascht. Mit der U-Bahn ging es anschließend zu den Landungsbrücken. Hier konnte ein erster Eindruck von der Größe des Hafens, der nicht am Meer, sondern an der Elbe liegt, gewonnen werden.  Mit der Fähre setzten die Albvereinler über nach Finkenwerder. Dort unternahmen sie im Airbus-Werk eine Betriebsbesichtigung. Dabei erfuhren sie u. a. daß monatlich 40 Flugzeuge gefertigt werden. Überrascht waren die meisten vom ruhigen und gelassenen Ablauf des Zusammenbaues. Entlang der Hochwasserschutzanlage gelangten die Wanderer zurück zum Fähranleger und setzten wieder über nach Hamburg. Der nächste Tag brachte zuerst eine Hafenrundfahrt mit einer Barkasse. Auf den Fleeten ging es am Wasserschlößchen vorbei in die Speicherstadt. Zwischen den Gebäuden des ZDF und des Spiegels streikte auf einmal  der Motor der Barkasse und die Pfullinger mußten in ein umgehend geordertes Ersatzboot umsteigen. Dann konnte die Fahrt vorbei an der Elbphilharmonie, hinein in den Hafen, fortgesetzt werden. Elbabwärts waren am Ufer  u. a. die Gebäude der Besetzerszene in der Hafenstrasse und der Altonaaer Fischmarkt zu sehen. Bei Finkenwerder wendete das Boot und befuhr nun den Containerhafen. Imposant waren die Dimensionen der dort anlegenden Containerschiffe. Nachdem die Rundfahrt ohne weitere Pannen endete fuhren die Albvereinler mit der S-Bahn nach Neugraben. Hier beginnt die Fischbecker Heide, das größte nördlich liegende Heidegebiet. Mit einem Naturpark-Ranger begaben sich die Teilnehmer auf Wandertour. Dabei wurden unter anderem Kratteichen und Ameisenlöwen entdeckt. Im Infohaus konnten sich die Pfullinger bei Kaffee und Gebäck stärken und sich gleichzeitig über weitere wesentliche  Merkmale dieser Landschaft informieren. Auf dem Weiterweg trafen sie auf die Schäferin mit ihrer Ziegen- und Schafherde. Durch die Beweidung soll der Charakter der Heide erhalten werden.  Nach einem wieder vorzüglichen Abendessen machten sich dann noch ein Teil der Albvereinler auf zu Hamburgs berühmt-berüchtigsten Stadtteil, St. Pauli. Vor der Davidwache wurden sie von einem Stattführer erwartet, der sie mit den pikanten Details der Reeperbahn vertraut machte. In einem Szenelokal gab der bestens gelaunte und informierte Begleiter einen „sauren“ aus. Am anderen Morgen starteten die Pfullinger wieder an den Landungsbrücken. Diesmal gingen sie zu Fuß durch den  450 m langen Elbtunnel. In dem 1911 erbauten Tunnel verkehren täglich noch bis zu ca. 2000 Fahrzeuge. Von der damaligen Ingenieurskunst waren alle eingenommen. In Steinwerder, am anderen Ausstieg des Bauwerks wartete ein Bus auf die Wanderer, der sie ins „Alte Land“ brachte. In York nahmen sie eine Gästeführerin in der dortigen Tracht gekleidet an Bord. Dann fuhren sie durch das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Deutschlands. Dabei kamen sie auch durch zahlreiche Ortschaften mit malerischen Häusern. Auch die 2 einzigen noch bestehenden Windmühlen lagen an der Strecke. Aufgrund der Ebbe konnten die Albvereinler nicht, wie vorgesehen in Cranz die Fähre besteigen, sondern sie mußten nach Finkenwerder ausweichen. Ihren Zielort, Blankenese, konnten sie aber doch anfahren. Zuerst erstiegen sie einen Teil der vielen Stufen, die in Blankenese durch verwinkelte Gassen führen. Allein die Strandtreppe hat 170 Stufen und berührt viele kleinmaßstäbliche Häuser. Dann wanderten sie auf dem E1 elbeaufwärts bis Altona. Dabei konnten sie am Cruise Enter noch ein Kreuzfahrtschiff aus allernächster Nähe bestaunen. Am letzten Tag ging es wieder mit der S-Bahn, die trotz des Lokführerstreiks einigermaßen den Fahrplan einhielt, zum Ohlsdorfer Friedhof. Im größten Parkfriedhof Europas gibt es 13 Kapellen und die Strecke der angelegten Wege würde von Hamburg bis München reichen. Um sich einen Überblick über die Ausmaße des Friedhofs zu verschaffen fuhren die Pfullinger mit den 2 Buslinien die hier verkehren. Zum Schluß besuchten sie noch das Grab von Hans Albers, der wie kein anderer Künstler Hamburg verkörpert hat. Anschließend wanderten sie auf dem Alsterwanderweg nach Hamburg. Am Jungfernstieg gab es noch den berühmten Postkartenblick auf Binnenalster mit Fontäne. Den Abschluß machte der Besuch in der Michaeliskirche. Einige der Pfullinger nahmen die 455 Stufen in Angriff, die anderen nahmen den Fahrstuhl, um vom Turm des Michels die Punkte zu suchen, die in den letzten Tagen besucht wurden.  Nachdem das verspätete Flugzeug die Pfullinger gut in Stuttgart abgesetzt hatte, waren sich alle einig, interessante und ausgefüllte Tage im „Hohen Norden“ verbracht zu haben.

Tageswanderung „Auf dem Klosterfelsenweg im Donautal“

Klosterfelsenweg Donautal_web

Zur Maiwanderung trafen sich 27 Wanderfreunde, um in Fahrgemeinschaften zum Ausgangspunkt der Tour nach Laiz zu fahren. Der schon aus der Römerzeit besiedelte Ort ist heute Teilort von Sigmaringen und wurde 1231 erstmals urkundlich erwähnt. Am Parkplatz Turnhalle startete die Wandergruppe unter Leitung der Wanderführer Schwark, Spardella und Kupriss an der Donau entlang zum Amalienfelsen. Dieser 28m hohe Felsturm direkt über der Donau erinnert mit einer eindrucksvollen Inschrift an die Fürstin Amalie Zephyrine (1760-1841), Gattin von Fürst Anton Aloys von Hohenzollern-Sigmaringen. Der Weg führt nun bergauf zum Kloster Inzigkofen, seit 1803 Besitz der Hohenzollern, durch den fürstlichen Park, über die Teufelsbrücke zum Aussichtspunkt „Känzele“ und durch die Inzigkofener Grotten – Felsformationen durch die Ur-Donau ausgewaschen – wieder hinab ins Donautal. Vorbei am alten Inzigkofener Bahnhof geht’s wieder steil bergauf zum Aussichtspunkt und zur Ruine „Gebrochen Gutenstein“ aus dem 14. Jahrhundert. Zu unserem nächsten Ziel „Zigeunerfelsen“ führt uns der Weg zunächst wieder hinunter durch das Schmeietal, wo durch das anstehende Hochwasser der eine oder andere nasse Füße bekam. Am Fuße des Zigeunerfelsens wurde die Mittagsrast eingelegt, welche pünktlich mit einem einsetzenden Regenguss begleitet wurde (nasses Wurstbrot und fließend Wasser im Genick). Nach dieser himmlischen Einlage ging es weiter durch das Kirchtal hinauf zum höchsten Punkt der Wanderung, vorbei an einem „Erratischen Block“ (Granitblock), den Eiszeit Gletscher aus den Alpen bis hierher getragen hatten. Über den Aussichtspunkt „Gespaltener Fels“ wieder hinunter ins Tal und entlang des alten Donaulaufes zurück nach Laiz. Bei der Schlusseinkehr im Gasthof Hirsch in Mägerkingen bedankte sich Doris Sautter bei den Wanderführern für diese geschichtlich und landschaftlich sehr eindrucksvolle Wanderung. (SSK)

Vortragsreihe: „Fair Trade“ – Was bewirken wir mit unserem Einkauf

Plakat Fair-Trade_web

Inhalte: Fairtrade-Stadt Pfullingen, Fairer Handel – Fairtrade, was verbirgt sich dahinter? Seit wann gibt es Ihn, wie hat er sich entwickelt? Was ist das Gute an fair gehandelten Produkten? Wie werden sie produziert und vermarktet? Woran erkennt man faire Produkte, wo gibt es sie zu kaufen? Kurze Einblicke in den Anbau von Bananen, Kaffee u.a. Kleine Ausstellung von fair gehandelten Produkten.

Wanderung „Zur Kätheren Kuche“ in den Lutherischen Bergen

RedMitt_Kätheren Kuche_web

Die Halbtagswanderung am Sonntag, 12. April, führte die 33 Teilnehmer unter Leitung von Helmut und Elsbeth Barthold bei herrlichstem Wetter in die Lutherischen Berge. Von Altsteußlingen aus wanderte die Gruppe auf der alten Heerstraße zur Stoffelkapelle aus dem Jahr 1496, an deren Standort auch ein alter „Geleitstein“ – an der ehemaligen Grenze zwischen Württemberg und Vorderösterreich – zu sehen ist. Durch lichtdurchfluteten Wald und einem Nistkastenlehrpfad gings weiter zum Nägelesstein mit herrlicher Aussicht über das „Weite Tal“ und durchs Rauhtal zur Schontershöhle, die um 1790 vom mittellosen Friedrich Schonter mit Frau und Kind bewohnt war. Vom Rauhtal führte der weitere Weg durchs Brieltal zur Kätheren Kuche, ebenfalls eine Wohnhöhle, die von der Tochter Schonters, Katharina, bevorzugt wurde und die dort als „Kräuterweible“ lebte. Sie verstarb im Jahr 1828 mit 44 Jahren. Dem Riedbach durch das Brieltal folgend gelangte die Gruppe zum Maierbrünnele und zum Mosesstein, die beide ihren Ursprung in der ersten Albwasserversorgung von 1870 finden, die von Baurat und Ingenieur Karl von Ehmann geplant und durchgeführt wurde. Am „Wächter des Brieltals“ vorbei gelangte die Gruppe schließlich zu ihrem Ausgangspunkt zurück.

Diese in geologischer und geschichtlicher Hinsicht aussergewöhnlich interessante Tour fand in Altsteußlingen im Landgasthof Adler einen würdigen Ausklang.   ur

Seniorenwanderung: Auf dem Eduard Lucas Weg bei Mähringen

Seniorenwanderung

Eduard Lucas Weg bei Mähringen, Ortsteil von Kusterdingen

Pünktlich 13h 30 trafen sich 23 Wanderer am Treffpunkt
Parkplatz Schlossschule Pfullingen.
Die Wanderführer Karl-Heinz Weng und Manfred Rothenbacher stellten sich vor und begrüßten die Wanderteilnehmer.Es wurde die Fahrroute nach Mähringen zum Sportheim Reinenberg erklärt, wo man auch zum Abschluss der Wanderung einkehrte. Es wurde gebeten Fahrgemeinschaften zu bilden. Auch auf die Datenschutzrichtlinien beim Fotografieren während der Wanderung wurde hingewiesen.
Die Wanderzeit wurde mit 2 – 2 ½ Std. angegeben. Die Strecke ist ohne größere Steigungen zu meistern und Abkürzungen waren möglich.
Die Wandergemeinschaft begab sich bei herrlichstem Frühlingswetter auf den Weg in Richtung Friedhof Mähringen, dem Beginn des Eduard Lucas Weges. Vorbei am Ehrenbach gelangten wir zum Naturdenkmal „ Linde“ beim Friedhof. Dort stellte Weng den Wanderern, den meisten der Wanderer unbekannten Eduard Lucas vor.
Dieser wurde 1816 in Erfurt geboren und verstarb mit nur 66 Jahren im Jahre 1882. Seine Grabstätte mit Obelisk befindet sich auf dem Friedhof „Unter den Linden“ in Reutlingen. Lucas durchlief viele Stationen in Deutschland:
Frankfurt/Oder – Greifswald – München (Botanischer Garten) – Hohenheim
(Landwirtschaftliche Akademie)
Er gründete 1860, das Pomologische Institut in Reutlingen. Es wurde der Begriff „Pomologie“ erklärt : „pomum“, das Obstfrucht bedeutet und Pomologie somit die Lehre von Obstbäumen und Obststräuchern. 1856 erwarb der Landwirtschaftliche Bezirksverein Tübingen einen Obstgarten in Mähringen. 1861 entstand ein Obstmuttergarten. Diese Begrifflichkeit erklärte Weng den staunenden Mitwanderern , u. a. ergänzend ein Hinweis auf die Knausbirne, auch Pfullinger Birne genannt, die häufigste Birnensorte in Württemberg.
Man begab sich nun auf den „ Lucasweg“, den einige Info-Tafeln säumen. Rechts des Weges erstrecken sich die Streuobstwiesen des Schammberges. Einige betagte Wanderer begaben sich wegen Gehbeschwerden vorzeitig auf den Rückweg. Die Wanderführer wiesen auf die Verkürzung der Wegstrecke hin, die dann auch genutzt wurde. Das Botanisieren bezüglich der Frühblüher kam nicht zu kurz, ebenso ornithologische Hinweise zur aktuellen Vogelwelt.
Nach ersteigen des Schammberges traten bei einigen Wanderern Ermüdungs-erscheinungen auf, die aber durch einen tollen Ausblick auf die „Blaue Wand“ und eine herrliche Weitsicht von der Achalm bis zum Hohen Zollern belohnt wurde.

Glücklich und zufrieden erreichte die Wanderschar das „ Sportheim Reinenberg“.
Überrascht von den schönen Räumlichkeiten und der guten Bewirtung ging ein wunder-schöner Seniorenwandertag zu Ende.

Schriftführer: Manfred Rothenbacher

Sportliche Tour: Auf historischen Wegen am Albtrauf

SAV_Historische_Albaufstiege_7778web

Pfullingen Unter dem Thema „historische Albaufstiege“ stand die sportliche Tour der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins. Zu Beginn folgten die 30 Teilnehmer dem Verlauf des Lindentalbaches bis zur „Küche“. Hier beginnt einer der alten Aufstiege, die sogenannte Küchensteige. Die Albvereinler erfuhren von den Wanderbegleitern Gerhard Stolz und Doris Sautter, warum in früherer Zeit die Leute lieber die unbequemen Auf- und Abstiege nach Gönningen auf sich nahmen, statt den ebenen Weg durch das Selchental zu nehmen. Der nächste alte Aufstieg ist die Heusteige. Die Pfullinger aber nahmen die Ochsensteige zum Erreichen des Gielsberges. Vom einzigen Aussichtspunkt auf dieser Hochfläche war Pfullingen im Dunst auszumachen. Doris Sautter trug das Gedicht von Wilhelm Götz über Pfullingen im Echaztal vor. Anschließend erfuhren die Wanderer auch noch einiges über die Kernzonen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Über die Wiesen wanderten sie dann zur gegenüberliegenden Traufkante und weiter zum Aussichtspunkt Barmkapf. Hier ergab sich eine schöne Aussicht ins Wiesaztal und dem darüber liegenden  Roßberg. Beim Abstieg auf der Pfullinger Steige säumten Seidelbast und eine vorwitzige Waldschlüsselblume den Weg. In Gönningen machten die Wanderer Mittagsrast in der Vereinsstube der dortigen Albvereinsortsgruppe. Anschließend bestaunten sie den Wasserfall an der früheren Papiermühle. Entlang der Wiesaz führte der Weg weiter zu den Gönninger Seen. Am Uferrand konnte zahlreicher Froschlaich ausgemacht werden. Über die renaturierten Abbauterrassen gelangten die Albvereinler in den oberen Teil des stillgelegten Steinbruchs. Nach einer kurzen Kraxelpartie über die oberste Kante wurde wieder die Ebene der Tuffplatte, die hier die Talsohle bildet, erreicht. Etwas abseits des Geländes erforschten die Pfullinger verschiedene Quellaustritte. Durch den dahinter steil aufragenden Albtrauf und die vereinzelt blühenden Märzenbecher ergab sich eine eigentümliche Atmosphäre. Nächstes Ziel war die verlassene Talmühle. Hier erfuhren die Wanderer die Historie der Mühle. Diese war einstmals, wie weiterer zahlreicher Besitz im oberhalb liegenden Dorf Genkingen, Besitz des Klosters Pfullingen. Ab der Wiesazquelle wurde das Tal enger. Der ehemalige Weg führte teils abenteuerlich im trockenen Bachbett, teils oberhalb des Bachbettes hinauf nach Genkingen. Bei der Einkehr bedankte sich Gerhard Spardella bei den Wanderbegleitern. Diese Tour, unmittelbar in der näheren Umgebung, führte doch für viele Teilnehmer in unbekanntes Terrain.

Tageswanderung: Auf Stuttgarts Wällen

IMG_7661_web

Zur März Wanderung der Pfullinger Ortsgruppe des Albvereins unter der Leitung von Thomas und Sylvia Schwaner, trafen sich trotz schlechter Wetterprognosen 33 Wander- freunde. Je mehr man sich jedoch der Landeshauptstadt näherte, wurde man mit einer deutlichen Wetterbesserung belohnt. Ausgangspunkt der Wanderung war der dritt- größte äußere Stadtbezirk Stuttgarts. Am Stadtpark angekommen, wanderte die Gruppe durch den Wald in Richtung Feuerbacher Höhenweg. Leicht ansteigend, zwischen Kleingärten und Waldrand, ergab sich ein herrlicher Ausblick auf die umliegenden Wein- berge und Feuerbach. Nach einer stürmischen Rast erfuhr die Gruppe wissenswertes über die angrenzenden „Wälle“, einer vorzeitlichen Besiedlung etwa 1000 vor Chr. Dieses Gebiet mit einer Fläche von 70-80 a schützte die im Feuerbacher Tal siedelnden rätischen Kelten gegen die aggressiven Helvetier. Sie dienten auch als Wohn- und Fluchtstätte. Weiter führte der Weg über Treppen talwärts am Naturdenkmal Kotzenloch vorbei. Diese ehemalige Mergelgrube wurde von den Feuerbacher Weingärtnern angelegt um die Weinberge zu düngen. Er zeigt bunte Tonsteine im Wechsel mit hellgrauen Dolomit- bänkchen und ganz oben feinkörnigen Schilfsandstein. Dieser ist widerstandsfähiger als Tonstein und hat den Lemberg bisher vor der Abtragung bewahrt. Die Gesteine sind vor etwa 215 Mill. Jahren entstanden. Es mußten wieder Treppen bergwärts bewältigt werden um in den Greutterwald zu gelangen, der 1984 als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde. Das nächste Ziel war der Tachensee. Er ist der einzige natürliche See in Stuttgart. Dieses Laichbiotop ist im Sommer fast vollständig mit Wasserlinsen bedeckt. Da er nicht mehr genügend Wasser bekommt, ist er vom Verlanden bedroht. Nach der Kaffeepause war noch eine kurze Wegstrecke zu bewältigen, bevor man wieder die öffentlichen Verkehrs- mittel erreichte. Zurück in Reutlingen kehrten die Pfullinger zur Abschlußeinkehr im Omnibusbahnhof ein und ließen den Wandertag ausklingen.