Zum berühmten „Schtuagerter Eck“

Schtuagerter Eck

Eine stattliche Schar von 39 Wanderfreunden der Ortsgruppe Pfullingen des Schwäbischen Albvereins trotzten den widrigen Wettervorhersagen und machten sich auf um das berühmte „Schtuagerter Eck“ zu erkunden. Diesmal war Waiblingen der Ausgangspunkt der Wanderung. Über den Ameisenbühl ging es in Richtung Hegnach, einem Ortsteil von Fellbach. Dabei wurde die Gruppe von einem übergroßen Tier, ausgestattet mit vier Beinen, langem Rücken, Schweif sowie einem blauen Kopf überrascht.Das Rätsel wurde schnell aufgelöst und entpuppte sich als eine von acht künstlerischen Arbeiten des Fellbacher Besinnungsweges. Gegründet 1999 erstreckt sich der Skulpturenweg auf eine Länge von 2,4km. Jeder Besinnungsort ist einem Thema zugeordnet. So symolisiert dieses Tier „Freiheit“. Der Leitgedanke dieses Projekts ist es Natur, Kunst, Religion und Philosophie miteinander zu verbinden. Im Hartwald, der höchsten Erhebung der Wanderung, wurde ein reichhaltiges Vesper aufgetischt, daß keine Wünsche mehr offen ließ. Frisch gestärkt ging es weiter über den Neckartalweg mit Blick auf Ludwigsburg und Patonville, einer früheren Siedlung der US-Armee. Sie wurde 1954 errichtet. Namensgeber war der General Georg-Smith Patton jun. Bewohnt wurde die Siedlung bis 1993 von 3750 Militärangehörigen. Kornwestheim und Remseck erstanden 1994 die Siedlung,  in der heute ca. 7000 Menschen leben. Im weiteren Verlauf erreichte die Gruppe Remseck am Neckar. Der Ort erhielt am 1.7.1977 diesen Namen, der von der gleichnamigen früheren Burg hoch über der Remsmündung abgeleitet wurde. Hier findet die 78km lange Reise der Rems, wo sie im Ortsteil Neckarrems in den Neckar mündet, ihr Ende. Der Weg führte weiter durch das Untere Remstal. Diese Gegend ist eine der ganz wenigen naturnahen Flußabschnitte, die es in dieser Region noch gibt. Die verschlungenen Remsauen und die „schwarze Rems“, ein von Quellen am Fuße der Steilhänge entlang der Rems gespeiser Nebenarm des Flußes, prägen das Landschaftsbild. Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet mit seinen brachliegenden Weinbergterrassen, steilen Waldhängen sowie Tümpel und Obstbaumwiesen bieten Schutz für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Seinen Ausklang fand der Wandertag im Calwer-Eck, der ältesten Bierbrauerei Stuttgarts. Die Ortsvereinsvorsitzende Doris Sautter bedankte sich bei den Wanderführern Thomas und Sylvia Schwaner für diesen gelungenen Wandertag.