110 Jahre Schönbergturm – Jubiläum

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Am Samstag, 23.04.2016 feierte die Ortsgruppe Pfullingen das 110-jährige Bestehen des außergewöhnlichen Turmes. Um 10:00 Uhr wanderte eine Gruppe von Unerschrockenen trotz widriger Wetterverhältnisse vom Pfullinger Marktplatz aus los, um auf dem alten historischen Weg über die Ahlsbergsteige und das Maustäle über das steinerne Haus auf der Wanne zum Turm zu gelangen. Dort erwartete die Wanderer ein gut vorbereiteter Grill mit Schweinehals und Grillwürsten sowie ein Fässchen Freibier. Für die jüngeren Teilnehmer hatte die Familiengruppe mit Irmgard Junger in liebevoller Handarbeit 110 Äpfel an goldenen Bändchen zum pflücken an einen Baum gehängt. Nach einer kurzen Ansprache zum Turmjubiläum und der Enthüllung einer neuen Tafel mit den wichtigsten Daten zum Turm durch die Vorsitzende Doris Sautter erläuterte Helmut Barthold noch einiges zur Geschichte und Entstehung des Turmes in der für die damalige Zeit ungewöhnlichen Form und als der erste Turm in Stahlbeton-Bauweise. Nach einem besinnlichen Trompetenständchen vom Turm durch Berthold Hanselmann waren auch die Würste und Schweinehälse fertig und man saß in geselliger Runde im kleinen Zelt zusammen. Der Wettergott wollte uns den Sonnenschein nicht gönnen, aber die unentwegte Gruppe ließ sich das Fest dadurch nicht verderben. Nachdem er sein Wasser vergossen hatte, wanderte die Gruppe vergnügt nach Pfullingen zurück.

Durch das Talsystem der Zwiefalter Aach

Upflamör_1007_webUpflamör_1009_webUpflamör_1013_webUpflamör_1016_webUpflamör_1023_webUpflamör_1025_webUpflamör_1027_webUnter dem Motto „Durch das Talsystem der Zwiefalter Aach“ startete am Sonntag, den 03.04.2016 die OG ihre Aprilwanderung unter meteorologisch besten Bedingungen mit den Wanderführern Elsbeth und Helmut Barthold. In Fahrgemeinschaften fuhren die 41 Teilnehmer der Wanderung von Pfullingen nach Upflamör auf der Zwiefalter Alb. Auf der Markungsfläche des heute kleinen aber malerischen Ortes mit ca. 80 Einwohnern lebten bereits vor ca. 2700 Jahren keltische Siedler in einer stattlichen Anlage, deren Wall und Graben auch heute noch deutlich zu erkennen sind. Vorbei am Wasserturm Upflamörs wanderte die Gruppe zuerst zum Rappenstein, einem markanten Jurafels am Abhang zum Fiedinger Tal. Durch den Wald erreichte man dann die sogenannte „Große Heuneburg“, den keltischen Ringwall auf dem Bergsporn, unterhalb dessen das Waldstetter Tal in das Friedinger Tal mündet. Hier am Talgrund genehmigte sich die Gruppe eine erste Pause in sonniger und geologisch beeidruckender Umgebung. Der Weg führte weiter talaufwärts durch das Waldstetter Tal in das Kohltal das, immer enger werdend, von malerischen Felstürmen gesäumt ist. Nach kernigem Anstieg zum Muttenbühl, wo eine zweite Trinkpause eingelegt wurde, führte der Weg wieder hinab ins Geisinger Tal. Auch hier war unverkennbar, dass einst gewaltige Wassermassen dieses Tal und seine Felswände ausgewaschen haben und es erst im Verlauf der Jahrtausende zu einem Trockental wurde. Nachdem die romantische Schönheit des Tales genossen war folgte auch prompt die Gebühr für diesen Genuss in Form des langen und kräftigen Anstiegs zurück nach Upflamör. Doris Sautter bedankte sich im Namen aller Teilnehmer bei den Wanderführern für diese wunderschöne und hochinteressante Wanderung. Mit einer gemeinsamen Abschlusseinkehr im Zwiefalter Hof wurde der Tag gebührend beendet.

Sportliche Tour 2. Teil: Vom Stausee durch die Klamm zur Mündung

Schlichemklamm_0918_web Schlichemklamm_0920_web Schlichemklamm_0921_web Schlichemklamm_0927_web Schlichemklamm_0929_webSchlichemklamm_0939_webSchlichemklamm_0942_webSchlichemklamm_0953_webPfullingen:  Die Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins hatte wieder zu einer sportlichen Tour eingeladen. Nachdem die Wanderer im letzten September entlang der Schlichem von der Quelle bei Tieringen bis nach Schömberg gewandert waren, kam nun am 20.3.2016 der letzte Teil bis zur Mündung dran. Unter der Begleitung von Gerhard Stolz und Doris Sautter fuhren die Albvereinler mit dem Zug nach Balingen. Die Weiterfahrt mit dem öffentlichen Bus nach Schömberg war für sich schon ein Erlebnis, da die angefahrenen Ortschaften außerhalb der bekannten Routen lagen. Bei noch fröstelnden Temperaturen begannen die Pfullinger ihre Tour und beobachteten wie sich der Morgennebel am Stausee lichtete. Die erste Bewährung erfolgte, als zusammen mit der Schlichem die B 27 unterquert werden musste. Folgend führte der Weg zwischen Wald und Fluß nach Dautmergen. In der Ortsmitte wurde am Rastplatz Mittagspause gemacht. Danach entfernten sich die Wanderer von der Schlichem und liefen über die Hochfläche des Kapfs. Über einen Steilabstieg gelangen sie wieder hinab zur Schlichem, die sie aber nach wenigen Metern wieder verließen und hinauf nach Täbingen wanderten. An der alten Küferei vorbei ging es am Hang entlang zum Moosbrunnen. Links des Weges konnte die klassische Kalktuffbildung in Augenschein genommen werden, rechts des Weges  lag der idyllische Brunnen versteckt. Die Pfullinger wanderten an der mäandernden Schlichem weiter und konnten dabei sehr gut beobachten, wie die Ufer teils unterspült werden. In Rotenzimmern wurde der historische Ortskern mit seinen mächtigen Fachwerkhäusern, der als Gesamtanlage unter Denkmalschutz steht, bei einer Pause betrachtet. Dann ging es weiter dem Fluss entlang, der sich in diesem Abschnitt teils neue Wege gesucht hat. In Böhringen entfernten sich die Wanderer wieder vom Gewässer um dann bei der Böhringer Mühle den Beginn der Schlichemklamm zu erreichen. Dort hat der Fluß den Muschelkalk durchbrochen und teif ausgehöhlt. An den Abbruch und Engstellen vorbei gelangten die Wanderer unterhalb der Ruine Irslingen in das geweitete Tal. Durch das NSG Schlichemtal wanderten sie weiter zum Steinert. Nach einem kurzen Aufstieg konnten sie die Einmündung der Schlichem in den Neckar beobachten und wanderten das letzte Stück weiter nach Epfendorf hinein. Mit 3 Ruftaxis konnten die Gruppe bis zum Bahnhof Oberndorf fahren und dort mit dem Zug die Rückreise nach Reutlingen antreten. Im Namen der Wanderer dankte Gerhard Spardella den Wanderbegleitern für diese geologisch eindrucksvolle und abwechslungsreiche Tour.