Rad-Tour nach Mössingen

DSC05083Bei bestem Radelwetter trafen sich am Mittwoch, den 29. 06. 2016 5 Mitglieder des Schwäbischen Albvereins der Ortsgruppe Pfullingen gegen 14.00 am Alten Bahnhof in Pfullingen zur 14-tägigen Ausfahrt. 4 Radler waren mit Pedelecs ausgestattet, sodass der Gegenwind bei der Anfahrt zum Pfullinger Komposthof  mühelos weggesteckt wurde, ebenso auch der stetige Anstieg dorthin von gut 60 Höhenmetern war keine Herausforderung. Das nächste Etappenziel war das Käpfle mit dem Hofgut „Alte Burg“. Dann erfolgte die Weiterfahrt auf dem „Alten Gomaringer Weg“  hinab nach Gomaringen durch den Armenwald ins Gewann Hornrain. Gelegentlich hatte man eine herrliche Aussicht auf die Härtengemeinden Mähringen und Jettenburg. Wir tangierten kurz Gomaringen, ebenso Hinterweiler und fädelten uns ein in den Radweg nach Mähringen. Zuerst  erreichten wir die alte Bahnstation von Mähringen und nahmen noch einen kurzen Aufstieg zum Reinenberg. Die dortige Sportgaststätte lud zur Einkehr ein. Die Weiterfahrt führte auf dem Radweg durch Mähringen und dann ins Industriegebiet Mark West von Reutlingen/Betzingen. Auf den Radwegen Kaibach, Ringelbach und Wörthstrasse erreichte die Gruppe nach 30 km Fahrstrecke wieder den Ausgangspunkt.
In 3 Wochen ist die nächste Radtour ins Arbachtal und obere Echaztal vorgesehen. Über eine stärkere Beteiligung würde sich die Radgruppe freuen.

Kunst oder Kruscht

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Im Nassachtal: Kunst oder Kruscht
unter diesem Motto hatte die Ortsgruppe Pfullingen des Schwäbischen Albvereins zur Juniwanderung  eingeladen. 19 Teilnehmer machten sich trotz schlechter Wetterprognosen auf den Weg. In Fahrgemeinschaften ging es nach Ebersbach/Fils, dem Ausgangspunkt der ca. 14 km langen Wanderung. Nach leichtem Anstieg wurde Diegelsberg, ein 520-Einwohner zählender Teilort von Uhingen, erreicht. Im Jahr 1844 wurde erstmals die dort ansässige Kirschfabrikation erwähnt. In Anlehnung an diese Tradition nennt man den Ort auch heute noch „Schnapsbuckel“ oder auch „Schwarzbrennerbuckel“. Wieder bergab wanderte die Gruppe weiter nach Nassachmühle. Das am Eingang des Tals liegende Dorf bekam den Namen durch die Mahlmühle, die von den Herren des Diegelsberger Burgstalls errichtet wurde. Wegen Unwirtschaftlichkeit wurde sie im 19. Jahrhundert in eine Papierfabrik, später in ein Kurheim umgewandelt. Seit den siebziger Jahren wird sie als Wohnhaus genutzt. Das nächste Ziel war Nassach/Unterhütt. Geteilt durch die Nassach entstanden diese zwei Orte. Um 1500 waren hier drei Glasbläsereien angesiedelt. Bis ins 20. Jahrhundert war die Köhlerei fast die einzige Erwerbsquelle der Bevölkerung. Hier wurde die Gruppe bereits zur Mittagsrast erwartet. Eine extra geöffnete Besenwirtschaft hielt Getränke für das mitgebrachte Vesper bereit. Gutgelaunt ging es weiter zu einer Besonderheit des Ortes. Ein Holzhaus, das in jahrelanger Kleinstarbeit nur aus Schrott und Naturmaterialen errichtet wurde. Hier wurden die Wanderer von Kurt Gminder, dem Erbauer des „Künstlerhauses“ empfangen. Nach einer Besichtigung waren sich jedoch einige nicht ganz sicher, ob Kunst oder Kruscht. Der Anstieg auf der anderen Talseite wurde von Donnergrollen begleitet. Kurze Zeit später erwischte die Gruppe dann doch noch eine heftige Regenschauer. Nach einem kurzen gelenkschonenden Abstecher durch den Wald ging es, entlang des Ebersbach,  zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung. Frohgelaunt begab sich die Gruppe zur Abschlußeinkehr nach Zizishausen.