Seniorenwanderung – Auf dem Glemser Birnenpfad

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Gutes Wanderwetter und viel Neugierde lockten 32 Senioren des Schwäbischen Albvereins der Ortsgruppe Pfullingen zur Begehung des Birnenlehrpfades bei Glems. Mit Fahrgemeinschaften gelangten sie zum Ausgangspunkt der Wanderung, dem Parkplatz des Unterbeckens des Glemser Pumpspeicherwerks. Wanderführer Karl-Heinz Weng erklärte vorab die Bedeutung eines Pumpspeicherwerks, bevor sich die Gruppe auf den ca. 6 km langen Rundweg des Lehrpfades machte. Die Landstraße nach Glems wurde überquert und kurz darauf erreichte die Gruppe den Lehrpfad. Die Birnen- und Kirschbäume der Streuobstwiesen standen in voller Blüte. Vereinzelt konnte man auch schon die zartrosafarbenen Apfelblüten bestaunen. Ein kurzer Anstieg stand bevor und eröffnete den Blick zum Rangenbergle und zur Achalm. Der Lehrpfad führt unterhalb des Grasbergs ins Gewann Auchtert. Lehrtafeln säumen den Wanderweg und geben Hinweise über die vielen verschiedenen Birnensorten vor Ort. Bekannte und selten gewordene Namen werden genannt:
Gelbmöstler, Palmischbirne, Madesbirne, Pastorenbirne, Oberösterreichische Weinbirne, Gräfin von Paris, Wilde Eierbirne usw. Die Lehrtafeln geben auch Auskunft über Herkunft, Lage und Verwendung. Besonders interessant ist, dass es für die gleiche Sorte regional verschiedene Namen gibt. Als Beispiel greife ich die Pastorenbirne heraus. Sie ist auch unter dem Namen Glockenbirne, Frauenschenkel und Zapfenbirne bekannt. Ebenso erfährt man viel über die Verwendung wie z. B. Mostbirne, Tafelbirne, Dörrbirne oder Brennbirne. Eduard Lukas, der bekannte Pomologe hätte seine große Freude an diesem Lehrpfad. Unter einem Hochstamm-Palmischbirnenbaum entstand dann das heutige Gruppenfoto und es gab eine Kostprobe vom Birnenbrand der Palmischbirne. Beim Blick in die Ferne sah man den Hohen Neuffen in der Sonne leuchten. Die Wanderer erreichten das Flußbett des Einsiedelbach, der vom schluchtartigen Taleinschnitt unterhalb des Höllenlochfelsen herab kommt, allerdings ist er wegen des Wassermangels völlig ausgetrocknet. Dafür führte kurz danach das Hirschbrünnele noch genügend Wasser, um ein unterschlächtiges Wasserrad zu drehen. Der Wanderweg führte unterhalb des Roßbergs in Richtung Glems. Von dort hatte man eine herrliche Sicht auf Metzingen mit seinem Weinberg. Die Gruppe stieg zur Ortsmitte ab, überquerte den Glemserbach, wanderte am Backhaus vorbei hinauf zum Obstbaumuseum und dann weiter durch Streuobstwiesen zum Ausgangspunkt. Zur Einkehr begab sich die Wanderschar in den Gasthof Waldhorn. Im Nebenzimmer fanden alle Platz, wurden gut verköstigt und von Albert Hönes mit seinem Akkordeon-Spielen musikalisch gut unterhalten. Herbert Braun als Ehrenvorsitzender der Pfullinger Albvereinsgruppe dankte Wanderführer Weng für den erlebnisreichen Nachmittag. am

Zwischen Kloster und Backöfen

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Zu einer Halbtagstour „Zwischen Kloster und Backöfen“ trafen sich 24 Wanderer am Sonntag, den 03. April am Parkplatz Schloßschule bei bestem Wanderwetter. Unter der Führung von Elsbeth und Helmut Barthold fuhr man in Fahrgemeinschaften zum Kloster Heiligkreuztal bei Andelfingen. Nach einer Besichtigung des Klosters aus der erten Hälfte des 13. Jahrhunderts machten sich die Wanderer auf den Weg zum Andelfinger Berg. Die erwartete Aussicht auf die  Alpenkette wurde jedoch vom „Dunst“ verhindert. Als Ersatz genehmigte man sich eine sonnige Vesperpause. Gestärkt nahm man das nächste Ziel, die „Alte Burg“ in Angriff.
Dieses ins Warmtal vorstoßende Bergplateau war in frühgeschichtlicher Zeit vor ca. 2500 Jahren vermutlich eine keltische Kultstätte für den gesamten Bereich um die naheliegende Heuneburg bei Hundersingen, die „Große Heuneburg“ bei Upflamör und dem Bussen. Die Dimensionen der ehemaligen Schildmauer und des Wallgrabens sind jedenfalls heute noch gewaltig.
Vom Burgberg führte der Weg nun weiter hinunter ins Warmtal nach Langenenslingen, vorbei an einem Karstquelltopf mit idyllischem Weiher und durchs Zuckergässle zum  Zuckerbäcker. Hier im Ort bestaunte die Gruppe noch das Pfarrhaus, ein wunderschöner historischer Fachwerkbau, und die „Tuffsteingrotte“, welche  kunstvoll an der Kirchenmauer eingelassen war.  Von hier aus war es nun nicht mehr weit bis zu unserem Ausgangspunkt in  Heiligkreuztal. In Bechingen beendete die Wandergruppe dann mit der Schlußeinkehr bei hervorragender Bewirtung den wundervollen und erlebnisreichen Wandertag. Thomas Schwaner bedankte sich im Namen der Wanderer bei den beiden Wanderführern für diese interessante und lehrreiche Tour.