Ferienwanderung Bodensee: Vom Degersee nach Kressbronn

Mit den Wanderführern Ernst und Helga Hauff machte sich mit über 60 Personen eine stattliche Wanderschar des Schwäbischen Albvereins Pfullingen auf zur diesjährigen Ferienwanderung an den Bodensee. Der Bus brachte die Teilnehmer zunächst über Riedlingen und Ravensburg ins Tettnanger Hopfengebiet und weiter durchs Argental über Langnau nach Hiltensweiler zum Degersee, einem kleinen Badesee wenige Kilometer nördlich des baden-württembergischen Bodensee-Ufers. Viele der Teilnehmer kannten bisher weder den Ort noch den See und waren erstaunt, in welch herrliche Hügellandschaft dieser See im Hinterland des Bodensees eingebettet ist. War der Himmel anfangs noch wolkenverhangen, klarte dieser nach kurzer Zeit auf und zeigte den ganzen Tag über ein tolles azurblau.
Vor Wanderantritt verwies Ernst Hauff noch auf eine archäologische Besonderheit in diesem, während der letzten Eiszeit entstandenen Schmelzwassersee. Ein Zufallsfund im Jahr 2002 brachte Archäologen auf die Spur eines Dorfes mit ca. 150 – 200 Menschen, welches komplett etwa 3 Meter tief unter dem Seeboden  liegt. Weitere Grabungen brachten zahlreiche Artefakte, darunter aus hartem Stein geschliffene Äxte, Feuersteingeräte und ein sechs Meter langer Einbaum zu Vorschein.
Der Uferweg führte die Wanderer zunächst durch den Wald und nach Verlassen des Seeufers auf Wirtschaftswegen und Nebenstraßen durch üppige Obstplantagen nach Bechtersweiler. Deutlich wurden die Spuren des im Frühjahr noch überraschend eingetretenen Nachtfrostes sichtbar. Bis auf einige wenige Flächen oder einzelne Bäume sind die Obstblüten erfroren, die Bäume stehen ohne Obst in der Landschaft. Zwischendurch konnten die Wanderer immer wieder die phantastische Aussicht auf die Alpenkette geniessen. Über Rickatshofen  und Hengnau erreichte die Wanderschar die auf einem typischen Moränenhügel stehende Antoniuskapelle, einer früheren Einsiedelei. Diese Kapelle besitzt mit einer gotischen Madonna ein wertvolles Kulturgut. Während der Mittagspause genossen die Teilnehmer den traumhaften Blick auf den Bodensee mit der dahinter liegenden Alpenkette der Schweizer- und Vorarlberger Berge. Danach ging es hinunter über Hattnau nach Wasserburg und weiter über Nonnenhorn nach Kressbronn. Ab hier machten die Teilnehmer eine fröhliche Schiffsreise nach Friedrichshafen, wo der Bus zur Fahrt nach Ittenhausen zum geselligen Abschluß des Wandertages, wartete. Nach der Stärkung wurden bei unterhaltsamer Musik durch die Mitwanderer Berthold Hanselmann, Gitarre, Herbert Goller, Akkordeon und Ernst Hauff, Mundharmonika, Stimmungs- und Wanderlieder gesungen. Ehrenvertrauensmann Herbert Braun dankte den Wanderführern für den gelungenen Wanderausflug und den Musikanten für Ihren Einsatz.

Frühwanderung ins Blaue

Zur traditionellen Frühwanderung der Ortsgruppe im August trafen sich 16 Wanderfreunde
am Schlossparkplatz. In Fahrgemeinschaften fuhren die Teilnehmer auf die Alb nach Hengen. Am Parkplatz beim Schützenhaus begann bei bestem Wetter die Wanderung unter der Leitung von Werner Schwark und Gerhard Spardella. Entlang der Sportanlagen und den Tennisplätzen führte der Weg am Känzele vorbei hinunter ins hintere Fischburgtal. Nach Überquerung der Straße ging es entlang dem Hirnkopf und dem Linsenberg weiter in Richtung Wittlingen und auf dem Radweg über das Mäuerlen bis zum höchsten Punkt der Wanderung, dem Wasserbehälter Hengen. Nach einer kleinen Pause folgte der letzte Teil der Wanderung zurück nach Hengen, wo das Ziel, der Hengener Dorfhock erreicht wurde. Alle Teilnehmer verbanden hier eine ausgiebige Mittagspause mit dem späten Frühschoppen. Vor der Rückkehr zum Parkplatz bedankte sich Doris Sautter bei den Wanderführern für diesen Wandervormittag  auf der Uracher Alb.

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