Württembergischer Weinwanderweg 23. Etappe von Großbottwar nach Steinheim/Murr

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Bei strömendem Regen machten sich am Tag der Deutschen Einheit über 50 Wanderer unter der Führung von Gerhard Spardella und Ernst Hauff daran, die 23. Etappe auf dem Württem-bergischen Weinwanderweg zu erwandern.  Noch während der Anfahrt mit dem Bus auf Großbottwar klarte der Himmel auf und bot den ganzen Tag über einigermaßen schönes Wetter. Nach dem Start in Großbottwar wanderten die Teilnehmer zunächst entlang der Bottwar unter der L1115 hindurch,  um dann später nach links ansteigend durch die Weinberge über die „Krappenküche“ den Waldrand und an diesem rechts weiter die Höhe „Benning“ zu erreichen. Von hier aus genossen die Wanderer die herrliche Aussicht auf das Bottwartal und die Wegstrecken der früheren Weinwanderungen vom „Wunnenstein“ bis „Großbottwar“.  Danach führte der Weg immer am Waldrand entlang abwärts zum „Forsthof“. Nach der Mittagspause gelangte die Wandergruppe durch die Reben im Gebiet „Ziegeläcker“ und später über den Paralellweg des Rohrbachs bis zum „Denkmal auf dem Burgberg“. Ab jetzt ging es an den alpinen und sehr steilen Abstieg über eine Weinbergtreppe hinunter ins „Murrtal“. Entlang der „Murr“, welche ob der starken Regenfälle der letzten Tage hochwasserartig lehmigbraunes Wasser mit sich führte, erreichten die Wanderer schließlich das Zentrum von Steinheim/Murr mit seinen schönen Fachwerkhäusern und dem hervorzuhebenden Rathaus. Hier nutzte Wanderführer Ernst Hauff die Gelegenheit und erzählte den Teilnehmern etwas über die frühgeschichtliche Entwicklung Steinheims. Hauff erwähnte insbesondere auch die Besonderheit Steinheims, nämlich den Fund eines Schädels des Frühmenschen „Homo steinheimensis“, welcher 1933 bei Steinheim gefunden wurde. Es ist bis heute der drittälteste Menschenfund in ganz Europa. Nach der kurzen Pause wanderten die Teilnehmer weiter zum Bahnhof, wo der Bus wartete. Dieser brachte die Wanderschar nach Marbach am Neckar zum geselligen Ausklang dieses Wandertages bei deftiger Kost und gutem Wein. Nach dem Essen spielte Herbert Goller auf seiner steirischen Harmonika, begleitet von Ernst Hauff auf seiner Mundharmonika, unterhaltsame Musik und Wanderlieder.  Wanderfreund Helmut Barthold dankte den Wanderführern und deren Frauen für die Organisation dieses gelungenen Wanderausflugs.