Seniorenwanderung: Stockach-Härten-Ehrenbachtal

Wo wanderten die Senioren des Schwäbischen Albvereins der Ortsgruppe Pfullingen am „Schmotzigen Donnerstag“ hin? Natürlich nach Stockach, allerdings nicht Stockach im Hegau, einer Narrenhochburg, sondern Stockach bei Gomaringen. Die Senioren begaben sich nicht in närrische Hände und entzogen sich auch den närrischen Zuständen ihrer Heimatstadt Pfullingen und erwanderten die Schönheiten unserer nächsten Nachbarschaft.
Der Wintereinbruch mit geringer Schneehöhe am frühen Morgen konnte 20 Pfullinger nicht zurückhalten von einer sonnigen Nachmittagswanderung. Vom Friedhofsparkplatz in Stockach aus startete die gutgelaunte Seniorengruppe auf die „Kaiser- und Keltenrunde“ ins Ehrenbachtal. Nach 300 m Fußmarsch bewunderte die Gruppe den mächtigen Solitärbaum mit dem Namen „Trinklinde“ mit Blick ins Steinlachtal. Karl-Heinz Weng als Wanderführer verköstigte dort die Wanderer mit einem Schnäpsle, sodass die Namensgebung Sinn machte.
Ein Fernblick zur Burg Hohenzollern blieb uns leider wegen des „dunstigen“ Wetters verwehrt. Wir kamen zur Dreikaisereiche und stiegen dann ab ins Ehrenbachtal. Wir machten allerdings noch einen Abstecher zu den „keltischen Grabstätten“, welche 1938 bei Wegearbeiten entdeckt wurden. Die dortige Grabstele selbst wird aufs 8. Bis 7. Jahrhundert vor Christus datiert. Wir folgten dem Ehrenbach flussaufwärts mit seinen vielen Bachschleifen. Eine Stelle benannten wir die „Stockacher Schleife“. Der Fußweg nach Stockach kam in Sicht. Eine Holzbrücke ermöglichte uns den Uferwechsel.
Ein steiler Anstieg durch Wald und Wiesen stand bevor. Wir erreichten Stockach. Bei vielen Altbauten mit ihren geräumigen Vorhöfen fielen uns die historischen Mostpressen auf.
Eingekehrt wurde in die Sportgaststätte Reinenberg von Mähringen. Bei bester Laune klang dort der Wanderausflug aus. Herbert Braun als Ehrenvorsitzender der Ortsgruppe Pfullingen dankte Wanderführer K-H Weng für die Durchführung der Seniorenwanderung.

Familiengruppe: Taschenlampenführung

Die Familiengruppe der OG Pfullingen vom Schw. Albverein, traf sich am Spielplatz Hägle in Pfullingen zu einer Taschenlampentour. 6 Kinder und 17 Erwachsene und 1 Hund wanderten, in der noch hellen Dämmerung, den Weg „Hinter dem Urschelberg“ entlang und nahmen dann einen Trampelpfad mit Klettereinheit und sehr matschigen Verhältnissen. Nach 45 Min. kamen wir am Spielplatz „Vor dem Ursulaberg“ an und wurden mit einem schönen Feuer empfangen. Es wurden Würste gegrillt und zum Nachtisch gab es Mohrenköpfe und Muffins. Mittlerweile war es dann auch Stockdunkel und wir hatten eine herrliche Sicht auf Reutlingen, Pfullingen und Umgebung. Weiter ging es mit den Taschenlampen, ein Stück den Sagenweg und unterhalb des Waldcafes über die Wiesen in Richtung Elisenweg zurück. Wir nutzen die Dunkelheit und machten mit den Händen Schattentiere auf die Wiese. Mit sehr dreckigen Schuhen und Hosen, aber sehr froh und munter, fanden wir in der Dunkelheit unseren Startpunkt wieder.

Sportliche Tour: Nur 116 m abwärts

Die Ortsgruppe Pfullingen des Schwäbischen Albvereins hatte zu einer sportlichen Tour entlang der Echaz eingeladen. Vom Treffpunkt an den Pfullinger Hallen ging es unter der Begleitung von Gerhard Stolz und Doris Sautter zuerst hinaus zur Urfall. An dieser schon im Jahr 937 erwähnten Stelle teilt sich die Echaz, die in Honau entspringt, in einen 3/8 und 5/8 Kanal. Die 18 Teilnehmer folgten dann dem 5/8 Kanal, der eigentlichen Echaz. Dabei nahmen sie die unterschiedlichsten Anlagen, die mittels Wasserkraft betrieben wurden und teilweise auch heute noch aktiv sind, in Augenschein. An der Schloßbrücke, wo der Eierbach in die Echaz einmündet, wechselten die Wanderer auf die andere Seite. Aufgrund der ergiebigen Regenfälle der vorangegangenen Tage führte die Echaz sehr viel Wasser. Beim Dragonersprung rauschte sie mit Getöse in die Tiefe. Weiter dem Bachlauf folgend gelangten die Albvereinler zum Hochhaus in der Wörthstrasse. Hier gab es auf dem Fußpfad kein Durchkommen mehr und bis zur Einmündung des Arbaches wurde dann der Gehweg benutzt. Ein naturnaher Bereich entlang des Echaz-Ufer Pfades befindet sich zwischen Lindachbrücke und dem Pfennigbrückle. Hier konnten die Pfullinger Stockenten und Gebirgsstelzen beobachten. Dann ging es an der Stadthalle vorbei weiter Richtung Betzingen. In der Emil-Adolff-Strasse konnten die Wanderer einen Gesteinsaufschluß betrachten, der Schieferplatten zeigte. An der ehemaligen Lohmühle gibt es einen kleinen Wasserfall, den sich an diesem Tag ein Graureiher zur Beschaffung seines Essens ausgesucht hatte. Hinter dem Bosch-Areal trafen die Wanderer auf einem Trampelpfad eine Naturoase mitten in Betzingen. Nach dem Durchqueren der Hoffmannschule stießen sie wieder auf die Echaz. Hier befindet sich das sogenannte Schneckenpflaster, das aber aufgrund des hohen Wasserstandes nicht zu sehen war. Dafür erlebten die Pfullinger an der Werner´schen Mühle eine Überraschung. Bezirksbürgermeister Thomas Keck begrüßte die Wandergruppe und hatte für sie extra eine Führung in der denkmalgeschützten Mühle organisiert. Die Gebrüder Werner hatten schon 1893 eine Turbine zur Stromgewinnung installiert und waren damit eine der ersten Elektrizitätswerke in der Region. 2010 hat die Fair-Energie die Mühle für die Stromerzeugung wieder nutzbar gemacht. Nach der Mittagspause im Museum „im Dorf“ ging es dann weiter der Echaz entlang. In Wannweil wechselten die Albvereinler auf die andere Talseite. Dabei mußten sie aber das Waldrandbächle überqueren, was aufgrund des vielen Wasser nicht einfach war. Wanderwart Thomas Schwaner besorgte dann einen „Trittstein“, so daß die meisten trockenen Fußes ans andere Ufer gelangten. Nach dem kleinen Abenteuer ging es auf einem Fußpfad weiter zum Ortsanfang von Kirchentellinsfurt, wo die Wanderer wieder auf den Fluß trafen. Zwischen Bachbett und Gärten verlief der Weg auf einem schönen Uferpfad bis zu einem stillgelegten Fabrikschornstein. Dann mußten die Albvereinler noch Industriegelände durchqueren, bevor sie dann an einer idyllischen Stelle auf die Einmündung der Echaz in den Neckar trafen. Bei der Einkehr in der wenige Meter entfernten „Fischerkischd“ waren sich alle einig, daß keiner so viel Natur entlang der Echaz zwischen Pfullingen und Kirchentellinsfurt erwartet hatte.

Auftaktwanderung

Zur Auftaktwanderung im neuen Jahr trafen sich am Samstag, 5. Januar, 29 Wanderer zu einer Tour in die Geschichte des Zeugenberges Achalm mit ihrem vorgelagerten Ausläufer „Scheibengipfel“. Bei bestem Wetter wanderte die Gruppe vom Südbahnhof aus durchs Betzenried und auf dem Ritterweg durchs Esch, der ehemaligen Domaine, bis zur Höhengaststätte. Bei dem unerwartet sonnigen Wetter und dem steilen Anstieg kamen die meisten Teilnehmer der Gruppe ordentlich ins Schwitzen. Von hier oben erfreute man sich an dem herrlichen Ausblick über das Arbach-, Echaz- und Neckartal. Auf dem Achalmsträßle gings weiter bis zum Scheibengipfel. Dort wurde zuerst auf den Geburtstag einer Teilnehmerin angestoßen und bei leckeren Spezereien geplaudert und gescherzt. Nach dieser angenehmen Entspannung erläuterten die Wanderführer die Herkunft des Namens „Achalm“ und „Scheibengipfel“ sowie die frühe Besiedlung des Berges. Nach diesem geschichtlichen Input begab sich die Gruppe auf dem alten „Ranscheibenwegle“ und über die Sommerhalde hinab nach Reutlingen. Entlang der alten Eisenbahntrasse wanderte man zurück zum Südbahnhof. Helmut Barthold bedankte sich im Namen der Teilnehmer bei den Wanderführern Gerhard Spardella und Ulrich Rall für diese sonnige und unterhaltsame Tour. (v)

Abschlusswanderung

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Bei bestem Winterwanderwetter trafen sich 13 Wanderfreunde von der Ortsgruppe Pfullingen des Schwäbischen Albvereins auf dem Schloßparkplatz. Von dort begann für die Albvereinler der Aufstieg über die Griesstr. auf die Röt. Nach Überqueren der Hochfläche mit ihren Äckern und Wiesen, begleitet mit herrlichem Rundumblick, wurde das erste Ziel „der Erlenhof“ erreicht. Das Gebäudeensemble mit seinen Walmdächern, Türmchen und Gauben wurde 1904 bis 1906 im Auftrag von Louis Laiblin von Theodor Fischer erbaut. Mitintegriert ist das 1894 erbaute Laiblinsche Sommerhaus „Helenenschlößchen“, auch Helenenburg genannt. Zudem liegt das Gebäude in einem Park mit einer  Vielzahl von Koniferen und grenzt an eine Obstanlage in der Luis Laiblin Obstbäume von allen alten Sorten in Baden Württemberg pflanzen ließ. Weiter gings entlang des ca. 8,9 km langen Breitenbachs, der in Betzingen in die Echaz mündet. Mit selbstgebackenem Hefezopf und Schnäpsle wurde an der Breitenbachquelle die Rast versüßt. Nach kurzem Anstieg ging es durch romantisch verschneiten Winterwald Richtung Naturdenkmal Lache, einem Karstquelltopf unterhalb eines alten und zugewachsenen Steinbruchs am Albtrauf. Die angrenzende, unter Naturschutz stehende Trollblumenwiese, wird von Schülern nach dem Mähen abgeräumt, um zu verhindern, daß die Trollblumen von anderen Pflanzarten aus ihrem Lebensraum verdrängt werden. Bei leicht einsetzendem Schneefall ging es vorbei am Freizeitheim Brönnlensteich und dem „alten Schwimmbad“  wieder in Richtung Pfullingen. Bei der Abschlußeinkehr bedankte sich Ulrich Rall bei den Wanderführern Thomas und Sylvia Schwaner, welche die letzte Wanderung in diesem Jahr begleiteten.