Sportliche Tour: Erzgruben, Schwammriff und Neandertaler

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In relativ unbekannte Gefilde führte die sportliche Tour, zu der die Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins eingeladen hatte. Der erste Anlaufpunkt war der Wasserturm der Gemeinde Inneringen, der einstmals eine der wenigen Windmühlen auf der Alb war. An der Außenmauer des Turms haben Künstler in verschiedenen Techniken die Ortshistorie dargestellt. Da frühmorgens ein rauher Wind auf der Alb blies, zogen die Wanderer forschen Schrittes, am Galgenbühl vorbei, hinaus aufs Feld. Auf dem Weg zur Maria-Nötenwang-Kapelle erfreuten sich die 17 Teilnehmer an den von Rauhreif überzogenen Ästen und Gräsern. Am Vesperplatz Veringer Hütte konnten sie sich überraschenderweise an verschiedenen Feuern wärmen. Nach der verdienten Pause ging es weiter zur Wüstung „Steinbühl“. Die hier noch sichtbaren Siedlungsreste stammen aus dem späten Mittelalter. Bemerkenswert ist der Abgang zu einem Vorratskeller, der einzigartig in Süddeutschland ist. Das nächste Ziel waren die schon in der Römerzeit vorhandenen Erzgruben. Hier wurde das Bohnerz, im Gegensatz zu anderen Regionen, auch schon im Untertagebau aus 10-15 m tiefen Schächten gefördert. Nach einem kurzen Stück Weges kamen die Wanderer zu einem erhöhten Aussichtspunkt. Gerhard Stolz erläuterte die Entstehung dieses Schwammriffs im Jurameer, das aufgrund seiner Härte der Erosion standgehalten hat. Von diesem Punkt war auch der Lauchertgraben  zu erkennen, der sich zur gleichen Zeit wie der Zollerngraben gebildet hat. Nach weiteren Auf- und Abstiegen gelangten die Pfullinger zur Kleebuche. Hier konnten sie einen beeindruckenden Blick auf das unten liegende Veringenstadt und die darüber aufragende Ruine, Kirche und Kapelle werfen. Ein Serpentinenweg führte dann hinunter zur Nikolaushöhle. Im Tal angekommen wurden die Wanderer von einem Ortskundigen erwartet. Dieser erläuterte ihnen die Besonderheiten der Stadt und stieg anschließend mit ihnen hinauf zur Peters-Kapelle. Die ansonsten für Besucher nicht zugängliche Kapelle überraschte mit Fresken in der Apsis, die von den Meistern aus Veringen noch im Original vorhanden sind. Die Göpfelsteinhöhle, mit Funden aus der Zeit des Neandertalers, bildete den Abschluß der kurzen Stadterkundung. Dann wanderten die Albvereinler wieder hinauf auf die Albhochfläche, wo sie von einem kurzen Schneegestöber überrascht wurden. Anschließend zeigte sich der Himmel in allen Farben, bevor die Dämmerung begann. Mit der Bergkapelle in Inneringen war dann das letzte Ziel erreicht. Bei der Einkehr bedankte sich Ulrich Rall im Namen der Teilnehmer für die interessante und abwechslungsreiche Wanderung.

Wanderung zur Junginger Hütte

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Zur Novemberwanderung  der Ortsgruppe Pfullingen des Schwäbischen Albvereins trafen sich bei regnerischem Wetter 14 Wanderfreunde am Schlossparkplatz. Die Fahrt ging in Fahrgemeinschaften nach Stetten bei Hechingen. Stetten ist mit 1850 Einwohnern der größte Stadtteil von Hechingen. Die erste urkundliche Erwähnung Stettens datiert um das Jahr 1130 mit einem Bericht über eine Güterschenkung an das Kloster Zwiefalten. Das wichtigste Kulturdenkmal Stettens ist die Klosterkirche St. Johannes. Die Klosteranlage selbst wurde bei einem Brand 1898 vollständig zerstört. Die Wanderung unter Leitung von Werner Schwark und Gerhard Spardella begann am Parkplatz beim Sportplatz. Sie führte zuerst bei stetigem Anstieg am Stellengrundberg entlang über den Neuberg zu einer großen Wegekreuzung, dem sogenannten „Potsdamer Platz“. Von hier weiter bergauf zum Haustersberg, dem höchsten Punkt der Wanderung. Über die „Bollener Ebene“ erreichte die Gruppe die Junginger Hütte, eine Schutzhütte mit Grillstelle. Nach einer Pause setzte die Wandergruppe ihren Weg fort zum Aussichtspunkt „Kapf“. Die Regenwolken verhinderten allerdings gerade diese Aussicht und von der Burg war nichts zu sehen. Am Reichenbach entlang führte der Weg wir zurück zum Parkplatz. Bei der Abschlusseinkehr in Gomaringen bedankte sich Doris Sautter bei den Wanderführern für diesen Wandernachmittag im Hohenzollerngebiet.