Sportliche Tour: Nur 116 m abwärts

Die Ortsgruppe Pfullingen des Schwäbischen Albvereins hatte zu einer sportlichen Tour entlang der Echaz eingeladen. Vom Treffpunkt an den Pfullinger Hallen ging es unter der Begleitung von Gerhard Stolz und Doris Sautter zuerst hinaus zur Urfall. An dieser schon im Jahr 937 erwähnten Stelle teilt sich die Echaz, die in Honau entspringt, in einen 3/8 und 5/8 Kanal. Die 18 Teilnehmer folgten dann dem 5/8 Kanal, der eigentlichen Echaz. Dabei nahmen sie die unterschiedlichsten Anlagen, die mittels Wasserkraft betrieben wurden und teilweise auch heute noch aktiv sind, in Augenschein. An der Schloßbrücke, wo der Eierbach in die Echaz einmündet, wechselten die Wanderer auf die andere Seite. Aufgrund der ergiebigen Regenfälle der vorangegangenen Tage führte die Echaz sehr viel Wasser. Beim Dragonersprung rauschte sie mit Getöse in die Tiefe. Weiter dem Bachlauf folgend gelangten die Albvereinler zum Hochhaus in der Wörthstrasse. Hier gab es auf dem Fußpfad kein Durchkommen mehr und bis zur Einmündung des Arbaches wurde dann der Gehweg benutzt. Ein naturnaher Bereich entlang des Echaz-Ufer Pfades befindet sich zwischen Lindachbrücke und dem Pfennigbrückle. Hier konnten die Pfullinger Stockenten und Gebirgsstelzen beobachten. Dann ging es an der Stadthalle vorbei weiter Richtung Betzingen. In der Emil-Adolff-Strasse konnten die Wanderer einen Gesteinsaufschluß betrachten, der Schieferplatten zeigte. An der ehemaligen Lohmühle gibt es einen kleinen Wasserfall, den sich an diesem Tag ein Graureiher zur Beschaffung seines Essens ausgesucht hatte. Hinter dem Bosch-Areal trafen die Wanderer auf einem Trampelpfad eine Naturoase mitten in Betzingen. Nach dem Durchqueren der Hoffmannschule stießen sie wieder auf die Echaz. Hier befindet sich das sogenannte Schneckenpflaster, das aber aufgrund des hohen Wasserstandes nicht zu sehen war. Dafür erlebten die Pfullinger an der Werner´schen Mühle eine Überraschung. Bezirksbürgermeister Thomas Keck begrüßte die Wandergruppe und hatte für sie extra eine Führung in der denkmalgeschützten Mühle organisiert. Die Gebrüder Werner hatten schon 1893 eine Turbine zur Stromgewinnung installiert und waren damit eine der ersten Elektrizitätswerke in der Region. 2010 hat die Fair-Energie die Mühle für die Stromerzeugung wieder nutzbar gemacht. Nach der Mittagspause im Museum „im Dorf“ ging es dann weiter der Echaz entlang. In Wannweil wechselten die Albvereinler auf die andere Talseite. Dabei mußten sie aber das Waldrandbächle überqueren, was aufgrund des vielen Wasser nicht einfach war. Wanderwart Thomas Schwaner besorgte dann einen „Trittstein“, so daß die meisten trockenen Fußes ans andere Ufer gelangten. Nach dem kleinen Abenteuer ging es auf einem Fußpfad weiter zum Ortsanfang von Kirchentellinsfurt, wo die Wanderer wieder auf den Fluß trafen. Zwischen Bachbett und Gärten verlief der Weg auf einem schönen Uferpfad bis zu einem stillgelegten Fabrikschornstein. Dann mußten die Albvereinler noch Industriegelände durchqueren, bevor sie dann an einer idyllischen Stelle auf die Einmündung der Echaz in den Neckar trafen. Bei der Einkehr in der wenige Meter entfernten „Fischerkischd“ waren sich alle einig, daß keiner so viel Natur entlang der Echaz zwischen Pfullingen und Kirchentellinsfurt erwartet hatte.

Auftaktwanderung

Zur Auftaktwanderung im neuen Jahr trafen sich am Samstag, 5. Januar, 29 Wanderer zu einer Tour in die Geschichte des Zeugenberges Achalm mit ihrem vorgelagerten Ausläufer „Scheibengipfel“. Bei bestem Wetter wanderte die Gruppe vom Südbahnhof aus durchs Betzenried und auf dem Ritterweg durchs Esch, der ehemaligen Domaine, bis zur Höhengaststätte. Bei dem unerwartet sonnigen Wetter und dem steilen Anstieg kamen die meisten Teilnehmer der Gruppe ordentlich ins Schwitzen. Von hier oben erfreute man sich an dem herrlichen Ausblick über das Arbach-, Echaz- und Neckartal. Auf dem Achalmsträßle gings weiter bis zum Scheibengipfel. Dort wurde zuerst auf den Geburtstag einer Teilnehmerin angestoßen und bei leckeren Spezereien geplaudert und gescherzt. Nach dieser angenehmen Entspannung erläuterten die Wanderführer die Herkunft des Namens „Achalm“ und „Scheibengipfel“ sowie die frühe Besiedlung des Berges. Nach diesem geschichtlichen Input begab sich die Gruppe auf dem alten „Ranscheibenwegle“ und über die Sommerhalde hinab nach Reutlingen. Entlang der alten Eisenbahntrasse wanderte man zurück zum Südbahnhof. Helmut Barthold bedankte sich im Namen der Teilnehmer bei den Wanderführern Gerhard Spardella und Ulrich Rall für diese sonnige und unterhaltsame Tour. (v)