Sportliche Tour: Im Land der Schwarz-Weißen

Ins Land der Schwarz-Weißen führte die sportliche Tour der Ortsgruppe Pfullingen des Schwäbischen Albvereins. Mit dem Zug fuhren die 15 Teilnehmer unter der Begleitung von Gerhard Stolz und Doris Sautter nach Bodelshausen. Diese Gemeinde hatte schon in der frühen Neuzeit viererlei ausländische Nachbarn. Zum einen das Fürstentum Hohenzollern-Hechingen, im Norden das Gebiet der Herren von Ow, daran anschließend folgte die Markung des Johanniterordens und zum Schluß noch die vorderösterrreichische Herrschaft Hohenberg. Als im Jahr 1869 die Bahnstrecke nach Hechingen eingeweiht wurde, lag der Bahnhof Bodelshausen auf württembergischem Gebiet und die Abortanlage auf preußischem Boden. So zogen die Pfullinger also in der noch recht kühlen Morgenfrühe auf württembergischem Gebiet los und wanderten zum NSG Altwiesen. Dieses ist vor allem durch seine zahlreichen Feuchtwiesen wertvoll. An den Birkenhöfen vorbei gelangten die Albvereinler zum Mühlbach. Sie folgten dem mäandernden Wasser bis ins Schellentäle. Von hier ging es dann hinauf nach Bechtoldsweiler. Schon beim Waldaustritt gab es einen herrlichen Ausblick auf die Alb. Vom Roßberg bis zum Plettenberg zeigte sich die „blaue Mauer“. Beim anschließenden Abstieg von der Bechtoldsweiler Platte benutzten die Wanderer einen alten Weg, der wieder aktiviert werden soll. Die nächste Station war das Freilichtmuseum Stein. Außerhalb des eingefriedeten Geländes stießen die Pfullinger auf eine Ausgrabung, die ein weiteres Gebäude des Römischen Gutshofes freilegt. Bei strahlendem Sonnenschein ging es nach der Mittagspause weiter durch ein Waldgebiet. Hier war es dann augenscheinlich, daß sich die Wanderer im Land der Schwarz-Weißen befanden. Die Namenschilder der Waldabteilungen waren mit dem schwarz-weißen Wappen der Hohenzollern versehen. Über einen Waldpfad gelangten sie dann hinab ins Ramsbachtal. Hier zeigte ein Gesteinsaufschluß die geologischen Schichten. Am danach folgenden „Kühlen Brunnen“ erfreute die idyllische Umgebung. Kurz vor Rangendingen querten die Pfullinger das Starzeltal und stiegen auf einem langen Hohlweg auf. Dabei erfuhren sie an einer umgestürzten Fichte wie die sogenannten Angsttriebe dieser Bäume aussehen. Nach kurzer Zeit erklommen sie abseits des Weges die Burgstelle Stauffenberg. Hier befindet sich unter anderem ein Gedenkplatz der Familie von Stauffenberg. Zurück auf dem Weg ging es weiter zur Domäne Stauffenburger Hof. Unterwegs konnte noch eine vollautomatische Holzerntemaschine besichtigt werden. Beim Aufstieg zum Schloß Lindich bekamen die Wanderer dann auch die entsprechende Auswirkung auf die Wanderwege zu spüren, die diese Maschinen verursachen. Entlang des Ruheforstes, immer mit einem herrlichen Blick zum Hohenzollern, ging es weiter zum Martinsberg. Über eine schöne Wacholder Heide und am Schluß sogar noch über einen Märchenpfad wanderten die Pfullinger weiter nach Hechingen. Nach der Einkehr im Schützenhaus wurde mit dem Zug die Heimfahrt angetreten. Irmgard Junger bedankte sich bei den beiden Wanderführern für diese geschichtlich und kulturell vielseitige und unterhaltsame 22km-Tour bei allerbestem Wetter.

Lama-Wanderung mit der Familiengruppe

Am 18. März 21018 machte sich die Familiengruppe der Ortsgruppe Pfullingen auf zur Lama-Wanderung nach Ohmenhausen.
Da es in der Nacht geschneit hatte, wurde es auch eine Winter-Wanderung, was allerdings den Lamas Mona Lisa, Luna und Iska, sowie den jungen Lamas Pünktchen und Cuzco nichts ausmachte. Nach dem ersten kennenlernen am Stall ging es mit Frau Schaich dann los. Den 20 Erwachsene und 13 Kinder hat es riesigen Spass gemacht die Tiere führen. Allerdings waren die 2 Jungtiere Pünktchen und Cuzco noch etwas eigenwillig und mussten sich erst an die große Gruppe gewöhnen. Nach geraumer Zeit und gelegentlichem „Beschnuppern“ ging es dann doch recht gut.
Die Wanderung führte durch herrliche Landschaft mit Blicken auf den Georgenberg , die Achalm sowie auf den Rossberg. Jedes Kind durfte mal führen und nach 2 Stunden waren alle wieder am Stall angekommen. Dort gab es eine kleine Stärkung und warme Getränke für alle.
Die Kinder waren begeistert und alle waren sich einig dass dies ein toller Nachmittag war.

Erlebniswanderung: Bergtour Stuttgart

Auf eine Bergtour nach Stuttgart begab sich der Schwäbische Albverein Pfullingen mit den Wanderbegleitern Thomas und Sylvia Schwaner. Zunächst wanderten die 35 Wanderfreunde kreuz und quer durch den Schloßgarten in Richtung Mineralbad Leuze. Schwimmen in stark kohlesäurehaltigem und chlorfreiem Mineralwasser hat in Stuttgart, der größten Mineralwasserstadt Westeuropas, eine über 150-jährge Tradition. Mineral- und Heilquellen speisen Schwimmbecken, Therapieeinrichtungen und öffentliche Trinkbrunnen im Bad Leuze, Bad Berg und Mineralbad Cannstatt. Weiter gings vorbei am Rosengarten, welcher der Großfürstin Olga von Rußland und Gemahlin des württembergischen Königs als Rückzugsort diente, zur Villa Berg. Als Landhaus wurde diese im Jahr 1853 eingeweiht. Das Herz der Villa war der zwei Stockwerke hohe Ballsaal mit seinen vergoldeten französischen Kaminen. Im Obergeschoß befanden sich Wohnräume. Neben der Orangerie ließ Königin Olga eine kleine Villa errichten. Im 2. Weltkrieg wurden beide Gebäude zerstört. 1949 hat sich der Süddeutsche Rundfunk das Gelände angeeignet. Seit 2007 ist die Villa wieder im Besitz der Stadt. Die Tour führte weiter nach Gaisburg durch die Parkanlage „Am Klingenbach“ und weiter bergauf durch die Schrebergartenanlage Richtung Buchwald, wo nach schweißtreibendem Anstieg bei frühlingshaften Temperaturen im Biergarten „Ratze“ eine verdiente Pause eingelegt wurde. Frisch gestärkt führte die Tour weiter zum Frauenkopf, am Fernmeldeturm vorbei über die Geroksruh zum Bopser. Der Name verbindet den Stadtteil und den Berg, auf dessen höchster Stelle der Fernsehturm thront. Das nächste Ziel war der Aussichtspunkt Schillereiche, die im Jahr 1865 gepflanzt wurde und an den Dichter Friedrich Schiller erinnern soll. Ein weiterer Aussichtspunkt folgte beim Teehaus im Weißenburgpark. Das Teehaus, auf der Halbhöhenlage Stuttgarts gelegen, ist ein denkmalgeschützter Gastronomie-Jugendstil-Pavillon mit großer Terrasse. Im Zuge der Bundesgartenschau 1961 wurde der Park mit neuen Wegen und Terrassen angelegt. Der darunter liegende Marmorsaal, mit seiner einzigartigen Architektur, ist in hervorragend renoviertem Zustand und kann für Veranstaltungen gemietet werden. Nach so vielen herrlichen Ausblicken bei traumhaftem Wetter freute sich die Gruppe auf den Abschluss im Calwer Eck. Doris Sautter bedankte sich bei den Wanderbegleitern für diesen kulturell außergewöhnlich interessanten, erlebnisreichen und informativen Wandertag. (v)