Erlebniswanderung: Bergtour Stuttgart

Auf eine Bergtour nach Stuttgart begab sich der Schwäbische Albverein Pfullingen mit den Wanderbegleitern Thomas und Sylvia Schwaner. Zunächst wanderten die 35 Wanderfreunde kreuz und quer durch den Schloßgarten in Richtung Mineralbad Leuze. Schwimmen in stark kohlesäurehaltigem und chlorfreiem Mineralwasser hat in Stuttgart, der größten Mineralwasserstadt Westeuropas, eine über 150-jährge Tradition. Mineral- und Heilquellen speisen Schwimmbecken, Therapieeinrichtungen und öffentliche Trinkbrunnen im Bad Leuze, Bad Berg und Mineralbad Cannstatt. Weiter gings vorbei am Rosengarten, welcher der Großfürstin Olga von Rußland und Gemahlin des württembergischen Königs als Rückzugsort diente, zur Villa Berg. Als Landhaus wurde diese im Jahr 1853 eingeweiht. Das Herz der Villa war der zwei Stockwerke hohe Ballsaal mit seinen vergoldeten französischen Kaminen. Im Obergeschoß befanden sich Wohnräume. Neben der Orangerie ließ Königin Olga eine kleine Villa errichten. Im 2. Weltkrieg wurden beide Gebäude zerstört. 1949 hat sich der Süddeutsche Rundfunk das Gelände angeeignet. Seit 2007 ist die Villa wieder im Besitz der Stadt. Die Tour führte weiter nach Gaisburg durch die Parkanlage „Am Klingenbach“ und weiter bergauf durch die Schrebergartenanlage Richtung Buchwald, wo nach schweißtreibendem Anstieg bei frühlingshaften Temperaturen im Biergarten „Ratze“ eine verdiente Pause eingelegt wurde. Frisch gestärkt führte die Tour weiter zum Frauenkopf, am Fernmeldeturm vorbei über die Geroksruh zum Bopser. Der Name verbindet den Stadtteil und den Berg, auf dessen höchster Stelle der Fernsehturm thront. Das nächste Ziel war der Aussichtspunkt Schillereiche, die im Jahr 1865 gepflanzt wurde und an den Dichter Friedrich Schiller erinnern soll. Ein weiterer Aussichtspunkt folgte beim Teehaus im Weißenburgpark. Das Teehaus, auf der Halbhöhenlage Stuttgarts gelegen, ist ein denkmalgeschützter Gastronomie-Jugendstil-Pavillon mit großer Terrasse. Im Zuge der Bundesgartenschau 1961 wurde der Park mit neuen Wegen und Terrassen angelegt. Der darunter liegende Marmorsaal, mit seiner einzigartigen Architektur, ist in hervorragend renoviertem Zustand und kann für Veranstaltungen gemietet werden. Nach so vielen herrlichen Ausblicken bei traumhaftem Wetter freute sich die Gruppe auf den Abschluss im Calwer Eck. Doris Sautter bedankte sich bei den Wanderbegleitern für diesen kulturell außergewöhnlich interessanten, erlebnisreichen und informativen Wandertag. (v)