Donautal: „Von Gutenstein durch das Raintal in die Bettelküche.“

35 Wanderer folgten der Einladung zu dieser Tour und trafen sich am Sonntag, den 6. Mai in Pfullingen auf dem Schlossparkplatz. Verteilt auf acht private PKW fuhren die Teilnehmer nach Gutenstein im Donautal. Unter der Führung von G. Spardella und U. Rall begann die Wanderung am Schloss „Neu Gutenstein“, welches am Ende des Ortes hoch über der Donau steht und nicht verwechselt werden sollte  mir der Burgruine „Gebrochen Gutenstein“ etwas flussabwärts auf der anderen Talseite aus dem frühen Mittelalter, wovon nur noch spärliche Mauerreste vorhanden sind.

Vom Schloss aus führte die Tour anfangs noch weiter bergauf, bis die Gruppe nach ca. einer halben Stunde den ersten Aussichtspunkt „Donaubogen“ erreichte. Hier hatte man einen herrlichen Ausblick auf die jenseits der Donau aufsteigenden Felsformationen. Nach einer kurzen Strecke über Wiesen und Felder führte der Weg überwiegend in lichtem Hangwald weiter, was in der Mittagssonne ausgesprochen angenehm war. Der nächste Aussichtspunkt „Känzele“ wurde nach ca. 2 km erreicht; von hier konnte man die andere Hälfte der Donauschleife überblicken mit der „Neumühle“ und der Ruine Falkenstein. Nach einer weiteren halben Stunde auf angenehmen Waldwegen erreichte man den vorgesehenen Rastplatz an einer großen Wegegabel am Eingang zum Raintal. Die Sitzgelegenheiten reichten leider nicht für die stattliche Wandertruppe, einige suchten sich „naturbelassene“ Sitzplätze, was bei dem prächtigen Wetter aber kein Problem war.

Das Raintal beginnt breit und sonnig, wird aber zusehends enger, zerklüftet und führt bald zwischen hochaufragenden Felsformationen hindurch mit mächtigen Ausspülungen eiszeitlicher Wassermassen. Diese Felsbögen und Überhänge führten wohl zum Begriff „Bettelküche“, da hier in früheren Zeiten gerne fahrendes Volk und auch Händler Unterschlupf suchten, bei Unwettern oder als Nachtlagerplatz.

An der Donau angelangt folgten die Wanderer nun ein kurzes Stück dem Donauradweg. Nach etwa 600m bog man wieder in den Hangwald ein, um der Donau in halber Höhenlage auf angenehmem Waldweg zu folgen. Auf diesem Weg boten sich immer wieder schöne  Ausblicke auf die Donau, Thiergarten und die Donauschleife. Der letzte Abschnitt führte nun auf einem schmalen Trampelpfad wieder leicht abwärts zum Ufer hin. Hier war eine beachtliche Biberburg interessant, auch wenn die Nager selbst leider nicht zum Fototermin bereit waren. Mehrere gefällte Bäume mit den typichen Nagemustern und beachtliche Mengen abgenagter, entrindeter Stämme zeugten vom Appetit der Tierchen. Nach einem letzten Blick auf die Westseite des Gutensteiner Felsens mit seinem aufgesetzten Schloß folgte noch ein kurzer und knackiger  Anstieg durch eine schmale Schlucht wieder hoch zu unserem Ausgangspunkt. Die Abschlusseinkehr in Thiergarten im idyllisch gelegenen Gutshof Käppeler bei warmer Abendsonne im Biergarten krönte diesen wunderschönen Tag.