Zur Kirchheimer Seenplatte

Die Juni Wanderung, zu der die Ortsgruppe Pfullingen des Schwäbischen Albvereins eingeladen hat, führte zu der Kirchheimer Seenplatte. 47 Wanderfreunde begaben sich in Fahrgemeinschaften nach Reudern von wo aus die Wanderung startete. Fluchs ging es durch die Ortschaft, vorbei am Sportgelände, in den angrenzenden Wald. Über herrlich schattenspendende Wege wurde das Herrenhäusle erreicht. Herzog Carl Eugen von Württemberg ließ 1761 den zweigeschossigen Fachwerkbau mit Holz aus dem Schwarzwald errichten. Die Jagd war ein Teil des barocken Lebens. Nach dem 2. Weltkrieg wurde es einige Jahre von Hap Grieshaber gepachtet. Heute finden hier noch Gottesdienste im Freien statt. Von hier war es nur noch ein Katzensprung zu den Bürgerseen. Im Jahre 1721 werden sie in städtischen Gerichtsprotokollen erstmals als Fischteich erwähnt. Die drei Seen, dem „Unteren See“ (Badesee), „Mittlere See“ (Fischteich) und „Obere See“ (Biotop) bilden ein beliebtes Naherholungsgebiet. Auf einer Anhöhe gabs einen kurzen Blick auf das benachbarte Segelfluggelände Hahnweide, das 1957 eingeweiht wurde. Berühmt ist die Hahnweide durch ihre traditionell stattfindenden Oltimer Fliegertreffen. Nach der Mittagsrast ging es entlang des Talbachs weiter zum Hofgut Tachenhausen. Hier erwartete die Gruppe ein absolutes Highlight. Die Versuchsgärten im Hofgut gelten als Geheimtipp. Auf fünf Hektar Fläche, die vor gut 30 Jahren angelegt wurde, ziehen Hochschulgärtner nahezu 6000 verschiedene Arten. In dem Anwesen, das auf eine Burg aus dem 13. Jahrhundert zurückgeht, sind Beete farblich und thematisch geordnet und teilweise mit Buchsbäumen eingegrenzt. Besonders herausragend war die Vielzahl der noch blühenden Rosen. Nach so vielen Eindrücken ging es dann flotten Schrittes zurück zum Ausgangspunkt. Beim gemeinsamen Einkehrschwung in Reudern bedankte sich Doris Sautter bei den Wanderführern Thomas und Sylvia Schwaner für diesen herrlichen Tag.