Ferienwanderung Bodensee: Vom Schleinsee nach Langenargen

Die diesjährige Ferienwanderung der Ortsgruppe Pfullingen des Schwäbischen Albvereins führte die Teilnehmer in Begleitung der Wanderführer Ernst und Helga Hauff mit einem vollbesetzten Bus ins Hinterland des Bodensees.
Der Bus brachte die Teilnehmer zunächst über Riedlingen und Ravensburg ins Tettnanger Hopfengebiet und weiter durchs Argental über Apflau und Unterwolfertsweiler zum Schleinsee, wenige Kilometer nördlich des baden-württembergischen Bodensee-Ufers gelegen. Ab hier begann die Wanderung am See entlang nach Nitzenweiler. Die Wanderer zeigten sich erstaunt, in welch herrliche Hügellandschaft, gebildet durch eiszeitliche Moränenhügel, dieser See im Hinterland des Bodensees eingebettet ist. Weiter führte der Weg nach Atlashofen, einem den meisten Teilnehmern unbekannten kleinen Weiler und auf Wirtschaftswegen durch kleine Wälder, durch üppige Obstplantagen und Rebenanlagen durch das Gewand Großholz zum Heiligenhof und weiter zur Burg Giessen, auch Wasserschloss Gießen genannt. Zwischendurch konnten die Wanderer immer wieder die Aussicht auf den Bodensee und die Alpenkette geniessen. Der Wanderführer erklärte den Teilnehmern die geschichtliche Entwicklung dieser hochmittelalterlichen Burganlage, deren Entstehungszeit vor dem Jahr 1250 datiert wird. Danach diente die Niederungsburg der Sicherung des Argenübergangs. Die als Turmhügelburg (Motte) erbaute Burg war im Mittelalter ein wehrhaftes Wasserschloss. Die ersten urkundlich genannten Besitzer der Burg Gießen entstammten dem Rittergeschlecht der Herren von Wolfurt, das seit dem 13. Jahrhundert großen Einfluss in Süddeutschland und der Schweiz hatte und neben Äbten und Ordensfrauen auch Krieger hervorbrachte. Auf die Grafen von Montfort waren die Wolfurter nicht gut zu sprechen.
Danach ging es auf dem Wanderweg bis zu einem größeren Rast- und Kinderspielplatz. Hier wurde Mittagsrast gemacht und das mitgebrachte Rucksackvesper eingenommen. Nach der Stärkung begann die zweite Wanderetappe. Einige ältere Teilnehmer fuhren mit dem Bus nach Langenargen. Für die Wanderer führte der Weg links entlang der Argen vorbei an uralten Bäumen und ausgedehnten Auwäldern. Später wurde die Argen überquert und auf der rechten Seite, vorbei an der bekannten Kabelbrücke, weitergewandert. Schließlich erreichten die Wanderer den Yachthafen von Langenargen. Nun war es nicht mehr weit bis zum Schiffshafen von Langenargen, wo sich die Teilnehmer bis zur Abfahrt des Schiffes bei einem Eis und diversen Getränken verweilen konnten. Ein Schiff der Bodenseeflotte nahm alle Teilnehmer mit auf eine herrliche Bodenseefahrt über Friedrichshafen nach Immenstaad. Dort wartete der Bus zur Fahrt über Markdorf und Pfullendorf nach Ittenhausen zum geselligen Abschluß des Wandertages. Nach der Stärkung wurden bei unterhaltsamer Musik durch die Mitwanderer Albert Höneß und Ernst Hauff, Stimmungs- und Wanderlieder gesungen. Ehrenvertrauensmann Herbert Braun dankte den Wanderführern für den gelungenen Wanderausflug und den Musikanten für Ihren Einsatz.