Die Novemberwanderung der Ortsgruppe führte unter der Begleitung von Gerhard Stolz und Doris Sautter in den Schönbuch. Startpunkt war Pfrondorf. Die Albvereinler stiegen hinab ins Tiefenbachtal, das sie über den Einsiedlersteg überquerten. Weiter ging es auf dem historischen Zugang zu den alten Ackerflächen auf der Hochfläche des Einsiedel. Oben angekommen zeigte sich ein umfassender Blick auf die „Blaue Mauer“. Gerhard Stolz erläuterte die einzelnen Berge, die zu erkennen waren, vom Aichelberg über die Teck bis zum Hohenzollern. Das herzogliche Hofgut Einsiedel und das Schlößchen liegen inmitten einer Rodungsfläche. Die bereits im 14. Jh. vorkommende Erwähnung „zu dem Einsiedel“ läßt vermuten, dass hier ursprünglich ein Waldbruderhaus stand. Um 1460 richtete Graf Eberhard im Barte hier ein Gestüt ein, das bald zu den größten im späteren Herzogtum gehörte. Die Pfullinger wanderten entlang der Alteburger Allee und kamen zum Tälchen des Schlierbaches. Am Knobelbrunnen vorbei ging es hinauf zu einer vorgeschichtlichen Grabhügelgruppe der Hallstattkultur. Weiter führte der Weg über die Unterämtler Allee zur Grenzwaldhütte, wo eine kurze Rast eingelegt wurde. Dabei wurden die Waldbesitzungen von verschiedenen Reutlinger Nordraumgemeinden gestreift. Diese bekamen im Schönbuch von König Wilhelm I. Wälder zugeteilt, da sie auf ihren Gemeindegemarkungen keine hatten. Über anspruchsvolle Fußpfade und einer schmalen Brücke wurden eindrucksvolle Bachläufe überquert. Die Albvereinler wanderten dann am Waldsaum entlang zum ehemaligen Speicherbecken. Bei langsam beginnender Dämmerung wurde noch die Stangenhölzlesklinge erreicht bevor sie wieder in Pfrondorf landeten. Irmgard Junger bedankte sich bei der Einkehr für die informative Wandertour abseits der üblichen Wege.

