Schwarzwaldwanderung – vom Buhlbachsee zum Lotharpfad

 

Zur traditionellen Schwarzwaldwanderung starteten 47 Wanderer frühmorgens um 8:00 bei regnerischem Wetter mit dem Bus nach Baiersbronn in der Hoffnung, dass der Wettergott seine Entscheidung nochmals überdenken wird. Nach ca. 1.5 Std. Fahrt über nahezu autofreie Straßen kam die Wandergruppe an ihrem Ausgangspunkt in Obertal an und das Wetter hatte sich während der Fahrt bereits deutlich aufgehellt. Jedenfalls konnten die Wanderer ohne Regenjacke, aber auch ohne Sonnenbrille, losmarschieren. Entlang des Buhlbaches führte der Weg sogleich schwarzwaldtypisch erst mäßig, dann zunehmend kräftig bergan. Der Ortsteil Obertal heißt zwar so, liegt aber eben tief im Tal und unser erstes Ziel ist der Buhlbachsee auf ca. 800 m Höhe. Dieser ausgesprochen malerische und idyllische Karsee ist eine Hinterlassenschaft der letzten Eiszeit. Nach einer angemessenen Pause wurde die nächste Etappe angegangen. Auf nunmehr sehr schmalem Pfad ging´s weiter steil bergauf über Sandsteinplatten und am Felsblöcken vorbei hoch zur „Zuflucht“. Dieser Name geht auf die erste Schutzhütte aus dem Jahr 1806 zurück, in der Reisende und Händler bei der damals noch sehr schwierigen Überquerung des Schwarzwaldes von Straßburg nach Freudenstadt Schutz finden konnten. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. wurden hier mehrfach verirrte oder verletzte Reisende, vor allem in den Wintermonaten, geborgen und einige vor dem Tod bewahrt. Vorbei an den Resten der „Röschenschanze“ aus den Koalitionskriegen im 18.Jh. gelangten die Wanderer zum Skilift Zuflucht und folgten nun dem Panoramaweg mit Aussicht bis in das Rheintal und den Vogesen zum Lotharpfad. Die dortigen Sturmschäden aus dem Jahr 1999 hat die Natur bereits derart ausgefüllt, dass man selbst von den Aussichtsplattformen aus nur noch mit Mühe über die nachgewachsenen Baumwipfel sehen konnte. Im letzten Teil der Tour und Rückweg folgte die Wandergruppe über die Hahnenmisse auf schmalen Pfaden entlang dem Spaltbächle, durch mannshohe Farne in der schmal eingeschnittenen Klinge, die der Bach ausgeformt hatte. Das Spaltbächle mündet alsbald in den Buhlbach und nach wenigen letzten Kilometern kam die Wandergruppe wieder an ihrem Ausgangspunkt an. Trotz anfänglich unsicherer Wetterlage zeigte sich der Schwarzwald von seiner beste, abwechslungsreichen und romantischen Seite.
In Gesellschaft einer fröhlichen Wandergruppe war dies ein gelungener und sehr erlebnisreicher Wandertag, der im Gasthaus Blume in Obertal einen gebührenden Abschluss fand und für den sich Doris Sautter bei den beiden Wanderführern Elsbeth und Helmut Barthold im Namen aller herzlich bedankte. (v)

Ferienwanderung Bodensee: Vom Schleinsee nach Langenargen

Die diesjährige Ferienwanderung der Ortsgruppe Pfullingen des Schwäbischen Albvereins führte die Teilnehmer in Begleitung der Wanderführer Ernst und Helga Hauff mit einem vollbesetzten Bus ins Hinterland des Bodensees.
Der Bus brachte die Teilnehmer zunächst über Riedlingen und Ravensburg ins Tettnanger Hopfengebiet und weiter durchs Argental über Apflau und Unterwolfertsweiler zum Schleinsee, wenige Kilometer nördlich des baden-württembergischen Bodensee-Ufers gelegen. Ab hier begann die Wanderung am See entlang nach Nitzenweiler. Die Wanderer zeigten sich erstaunt, in welch herrliche Hügellandschaft, gebildet durch eiszeitliche Moränenhügel, dieser See im Hinterland des Bodensees eingebettet ist. Weiter führte der Weg nach Atlashofen, einem den meisten Teilnehmern unbekannten kleinen Weiler und auf Wirtschaftswegen durch kleine Wälder, durch üppige Obstplantagen und Rebenanlagen durch das Gewand Großholz zum Heiligenhof und weiter zur Burg Giessen, auch Wasserschloss Gießen genannt. Zwischendurch konnten die Wanderer immer wieder die Aussicht auf den Bodensee und die Alpenkette geniessen. Der Wanderführer erklärte den Teilnehmern die geschichtliche Entwicklung dieser hochmittelalterlichen Burganlage, deren Entstehungszeit vor dem Jahr 1250 datiert wird. Danach diente die Niederungsburg der Sicherung des Argenübergangs. Die als Turmhügelburg (Motte) erbaute Burg war im Mittelalter ein wehrhaftes Wasserschloss. Die ersten urkundlich genannten Besitzer der Burg Gießen entstammten dem Rittergeschlecht der Herren von Wolfurt, das seit dem 13. Jahrhundert großen Einfluss in Süddeutschland und der Schweiz hatte und neben Äbten und Ordensfrauen auch Krieger hervorbrachte. Auf die Grafen von Montfort waren die Wolfurter nicht gut zu sprechen.
Danach ging es auf dem Wanderweg bis zu einem größeren Rast- und Kinderspielplatz. Hier wurde Mittagsrast gemacht und das mitgebrachte Rucksackvesper eingenommen. Nach der Stärkung begann die zweite Wanderetappe. Einige ältere Teilnehmer fuhren mit dem Bus nach Langenargen. Für die Wanderer führte der Weg links entlang der Argen vorbei an uralten Bäumen und ausgedehnten Auwäldern. Später wurde die Argen überquert und auf der rechten Seite, vorbei an der bekannten Kabelbrücke, weitergewandert. Schließlich erreichten die Wanderer den Yachthafen von Langenargen. Nun war es nicht mehr weit bis zum Schiffshafen von Langenargen, wo sich die Teilnehmer bis zur Abfahrt des Schiffes bei einem Eis und diversen Getränken verweilen konnten. Ein Schiff der Bodenseeflotte nahm alle Teilnehmer mit auf eine herrliche Bodenseefahrt über Friedrichshafen nach Immenstaad. Dort wartete der Bus zur Fahrt über Markdorf und Pfullendorf nach Ittenhausen zum geselligen Abschluß des Wandertages. Nach der Stärkung wurden bei unterhaltsamer Musik durch die Mitwanderer Albert Höneß und Ernst Hauff, Stimmungs- und Wanderlieder gesungen. Ehrenvertrauensmann Herbert Braun dankte den Wanderführern für den gelungenen Wanderausflug und den Musikanten für Ihren Einsatz.

Frühwanderung ins Blaue – Rund um Trochtelfingen

Zur traditionellen Frühwanderung ins Blaue mit dem Schwäbischen Albverein Pfullingen machten sich am Sonntag, 12.08., 16 Wanderer bei bestem Sommerwetter auf den Weg nach Trochtelfingen. Vom Schloss aus startete man zuerst durch die romantische und historische Innenstadt am Ratsbrunnen vorbei zum Marktbrunnen, um von dort auf dem Kreuzweg zur Burgkapelle zu wandern. Dieser recht steile Pfad brachte den Kreislauf der meisten Wanderer trotz morgendlich frischer Temperaturen gleich ordentlich auf Touren. Nach einem Blick hinab auf Trochtelfingen, der Besichtigung der Burgkapelle und einer kurzen Pause wanderten die Gruppe weiter um den Galgenberg herum zur „Langen Halde“. Vorbei am Haus Sonnenhalde führte der Weg nun zu den sogenannten „Kuhlöchern“. Diese Höhlenruine birgt auch reichlich eingelagerten Dolomitsand, welcher in früheren Zeiten als „Stubensand“ abgebaut und verkauft wurde, was der damaligen Landbevölkerung einen bescheidenen Nebenverdienst ermöglichte. Auf dem weiteren Weg gelangten die Wanderer an der Reithalle vorbei zum „Hennenstein“ mit seiner Kapelle aus dem 14. Jahrhundert und einer Einsiedlerklause. Der letzte Teil der Tour führte nun wieder ins Tal hinab zur Seckach, welche man überquerte um noch ein Stück ins Schelmental einzubiegen. Auf halber Höhe des Vogelberges entlang mit prächtiger Aussicht auf Trochtelfingen, Schloss und dem „Dicken Turm“ gelangten die Wanderer wieder Richtung Stadtkern und zum Ausgangspunkt dieser Tour. Helmut Barthold bedankte sich bei den Wanderführern für diese gelungene Wanderung, die beim „Sauerbrunnenhock“ in Kleinengstingen ihren Abschluss fand.

Senioren Jahresausflug: Andechs und Ammersee

Bei schönstem Wetter fuhren am 12. Juli in Begleitung von Herbert Braun und Ernst Hauff stattliche 59 Teilnehmer mit dem Bus nach Bayern an den Ammersee. Zur recht frühen Morgenstunde leuchtete zunächst über Unterhausen die von der Sonne hell angestrahlte Burg „Lichtenstein“. Anschließend führte die Fahrt die Teilnehmer über die Schwäbische Alb nach Zwiefalten und über Riedlingen durch Oberschwaben nach Biberach und weiter auf die Autobahn nach Memmingen. Nach einer kurzen Rast auf der A 96 bei Erkheim erreichten die Ausflügler schließlich Inning und später Herrsching am Ammersee. Von hier war es nur noch ein kurzer Sprung bis zum Kloster Andechs. Hier wurden die Teilnehmer im Bräustüberl zu einer deftigen Mahlzeit mit Haxen, Krustenbraten und gutem Bier schon erwartet. Anschließend wurde die Wallfahrtskirche besichtigt. Dort beginnt auch der König Ludwig-Weg. Während ein kleiner Teil wieder mit dem Bus nach Herrsching fuhr, wanderten die meisten auf dem König-Ludwig-Weg durch das wildromantische Kiental hinunter in den Seehafen von Herrsching. Mit dem Ausflugsschiff Utting erlebten die Teilnehmer eine angenehme Seereise bis nach Stegen. Dort wartete der Bus und nahm die Ausflügler wieder auf. Auf der Heimfahrt erfolgte bei Landsberg an der Autobahnraststätte Lechwiesen noch eine gemütliche Einkehr, bevor die Heimreise über Laupheim, Ehingen und Münsingen angetreten wurde.

KulturTour: Daniel Straub und die Paradiestür

Am 8 Juli organisierte die Ortsgruppe Pfullingen des Schw. Albvereins eine „KulturTour“ in und um Geislingen. Beginnend in der Altstadt führte der Weg am Wappentier der Helfensteiner (11.Jh.), dem Elefanten, vorbei. Dieser steht als Symbol in Form eines Brunnens in der Hauptstraße. Vor der Kirche und dem ehemaligen Kloster mit einem erhaltenen Rest der Klostermauer befindet sich das Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I.. Dieser fast lebensgroße Bronzeguss entstand bei der frühen WMF, welche ein Nachfolgeunternehmen der Metallwarenfabrik Straub & Sohn ist. Das nächste Ziel war der städtische Friedhof. Hier ruht in einer eigens für seinen sehr früh verstorbenen Sohn Heinrich erbauten Grabkapelle heute die ganze Familie Straub, Daniel, Katharina und Heinrich. Nach diesem geschichtlichen Einblick folgte die Wandergruppe nun dem Flüsschen Rohrach, welches mehrere Mühlen in Geislingen antrieb. Im heutigen Naturschutzgebiet Rohrachtal kamen die Wanderer an den Rohrachsee, ein künstlich aufgestauter Wasserspeicher aus der Mühlenzeit. Weiter aufwärts immer am Bach entlang folgte nun das Geburtshaus von Daniel Straub, die Straub- oder auch Schimmel-Mühle. Dieser heute irreführende Name hat seinen Ursprung daher, dass in früheren Zeiten das Mehl auf Wagen ausgeliefert wurde, welche von Schimmeln gezogen wurden. Heute steht wieder unübersehbar „Straub-Mühle“ am Mühlengebäude. Der Weg steigt jetzt spürbar im enger werdenden Tal an, die B10, die Bahnlinie Geislinger Steige und der Wanderweg rücken eng zusammen. Am oberen Talende angekommen überquerte die Gruppe beide Verkehrswege. An der Ziegelhütte vorbei führte der Weg nun am Trauf entlang zum Mühltalfelsen. Von hier aus hat man einen einmaligen Blick auf das Tal der Rohrach mit der gewundenen Bahnlinie und der parallel verlaufenden B10. Nach einer verdienten Pause war das nächste Ziel der Weiler Hofstett am Steig in dem noch eine alte Hüle erhalten ist und weiter zum Ödenturm. Dieser wird heute vom SAV Geislingen betreut und gehörte als Vorposten zu Burg Helfenstein. Vorbei an Weiler erreichten die Wanderer nun die Burgruine Helfenstein. Da diese bewirtschaftet ist und Biergartenwetter herrschte, wurde dies gerne zu einer weiteren Pause genutzt. Nach dem Abstieg von der Burg in die Stadt stand nun die letzte Überraschung auf dem Plan, die Besichtigung der sogenannten „Paradiestüre“. Im Auftrag des Stettiner Stadtmuseums wurde 1911 von der Galvanoplastischen Kunstanstalt der WMF eine originalgetreue Kopie des Ostportals des Baptisteriums in Florenz angefertigt. Die Leimformabdrücke des Originals dieser 4 x 6 m großen Tür mit 10 Bildreliefs aus dem Alten Testament wurden in Geislingen galvanisiert und nach mehreren weiteren Bearbeitungsschritten galvanisch vergoldet – ein kunsthandwerkliches Meisterstück von mehr als 2000 ! Arbeitsstunden Aufwand. Bedingt durch den ersten Weltkrieg wurde dieses kostspielige Kunstwerk jedoch nie bezahlt und so holte die WMF ihr Werk 1928 wieder zurück. Bei der Abschlusseinkehr bedankte sich Doris Sautter bei den Wanderführern B. Hirsch und U. Rall für diese interessante Wanderung.

Zur Kirchheimer Seenplatte

Die Juni Wanderung, zu der die Ortsgruppe Pfullingen des Schwäbischen Albvereins eingeladen hat, führte zu der Kirchheimer Seenplatte. 47 Wanderfreunde begaben sich in Fahrgemeinschaften nach Reudern von wo aus die Wanderung startete. Fluchs ging es durch die Ortschaft, vorbei am Sportgelände, in den angrenzenden Wald. Über herrlich schattenspendende Wege wurde das Herrenhäusle erreicht. Herzog Carl Eugen von Württemberg ließ 1761 den zweigeschossigen Fachwerkbau mit Holz aus dem Schwarzwald errichten. Die Jagd war ein Teil des barocken Lebens. Nach dem 2. Weltkrieg wurde es einige Jahre von Hap Grieshaber gepachtet. Heute finden hier noch Gottesdienste im Freien statt. Von hier war es nur noch ein Katzensprung zu den Bürgerseen. Im Jahre 1721 werden sie in städtischen Gerichtsprotokollen erstmals als Fischteich erwähnt. Die drei Seen, dem „Unteren See“ (Badesee), „Mittlere See“ (Fischteich) und „Obere See“ (Biotop) bilden ein beliebtes Naherholungsgebiet. Auf einer Anhöhe gabs einen kurzen Blick auf das benachbarte Segelfluggelände Hahnweide, das 1957 eingeweiht wurde. Berühmt ist die Hahnweide durch ihre traditionell stattfindenden Oltimer Fliegertreffen. Nach der Mittagsrast ging es entlang des Talbachs weiter zum Hofgut Tachenhausen. Hier erwartete die Gruppe ein absolutes Highlight. Die Versuchsgärten im Hofgut gelten als Geheimtipp. Auf fünf Hektar Fläche, die vor gut 30 Jahren angelegt wurde, ziehen Hochschulgärtner nahezu 6000 verschiedene Arten. In dem Anwesen, das auf eine Burg aus dem 13. Jahrhundert zurückgeht, sind Beete farblich und thematisch geordnet und teilweise mit Buchsbäumen eingegrenzt. Besonders herausragend war die Vielzahl der noch blühenden Rosen. Nach so vielen Eindrücken ging es dann flotten Schrittes zurück zum Ausgangspunkt. Beim gemeinsamen Einkehrschwung in Reudern bedankte sich Doris Sautter bei den Wanderführern Thomas und Sylvia Schwaner für diesen herrlichen Tag.

Wanderreise: Escapardenne Lee Trail

Pfullingen: Wieder einmal stand eine mehrtägige Wanderfahrt nach Luxemburg auf dem Programm der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins. Diesmal hatten die Wanderbegleiter Traude und Gerhard Spardella sowie Gerhard Stolz und Doris Sautter den Escapardenne Lee Trail zum Wandern ausgesucht. Dieser mit einem europäischen Wandersiegel qualifizierte Weg beginnt in Ettelbruck. Die 28 Teilnehmer kamen gleich nach dem Start zu einer der zahlreichen Erinnerungsstätten an den 2. Weltkrieg, zum Patton-Denkmal. Zuerst wurde noch die gemächliche Landschaft des Gutlandes durchwandert. Dann aber folgte der Aufstieg zum Ardenner Hochplateau. Hier teilt die Nationalstraße 7 die Einzugsgebiete der Sauer und der Our – und die Pfullinger konnten sich an einer tollen Rundumsicht erfreuen. Danach ging es hinab nach Michelau. Nach einer kurzen Pause erfolgte der schweißtreibende Aufstieg zu einem der beeindruckensten Felskämme in den Luxemburger Ardennen. Vom Gringlee zeigte sich eine herrliche Aussicht über die Sauerschleife und auf die Burg Bourscheid. Auf einem schmalen serpentinenreichen Pfad gelangten die Wanderer hinab ins Sauertal und zum Tagesziel Bannmühle Bourscheid. —-km. Anschließend fuhren sie zu ihrem Standquartier nach Clervaux.
Am zeiten Tag stand zuerst eine Führung durch die Burg Bourscheid an. Diese gehört zu den wertvollsten geschichtlichen Bauwerken Luxemburgs. Ein unterhaltsamer Rundgang durch die im Jahr 1000 begonnene und über die Jahrhunderte mehrfach vergrößerte Anlage brachte auch die Geschichte des Großherzogtums näher. An der Mühle Bourscheid begannen dann die Pfullingen mit ihrer 2. Tagesetappe. Auf einem Naturpfad folgten sie der Sauer flußaufwärts. Dabei konnten sie auf der anderen Uferseite Nilgänse beobachten. Nachdem sie über eine ungewöhnliche Metallkonstruktion die Eisenbahngleise überquert hatten, mussten sie einen kurzen, aber steilen Hang hinaufklettern. Zur Abwechslung folgte dann ein Pfad, der sich durch die Felsvorsprünge des „Féischterleen“ schlängelte. Lohhecken begrenzten den Weg hinauf zum Dorf Bourscheid. Bei der Mittagsrast konnten die Wanderer eine grandiose Aussicht genießen. Am „Napoleonknäppchen“ hatten sie mit 505 m den höchsten Punkt ihrer Wanderung erreicht. Der anschließende Abstieg führte wieder 300 m hinab nach Dirbach. Unten angekommen nahmen einige Albvereinler ein Fußbad, bevor der Wanderweg über die Terrasse eines Hotels weiterführte. Auf weiterhin schönen und schmalen Naturpfaden gelangten die Wanderer zur Goebelsmühle. Von hier aus weiterhin mehr bergauf als bergab ins Schlindertal. Hier stand dann die letzte Herausforderung des Tages an, die „Molberlee“, ein Felskamm, der das Schlindertal mit dem 200 m weiter oben auf dem Plateau gelegene Dorf Hoscheid verbindet. Dieser Schieferaufschluss bietet auch einer seltenen Flora Schutz. Geschafft, aber glücklich über das Naturerlebnis erreichten die Wanderer ihr 2. Etappenziel.
Am 3. Tag führte der Wanderweg zuerst entlang eines „Klangweges“ hinunter ins Schlindertal. Bei der Kapelle Saint-Michel stimmten die Albvereinler dann ein Lied an. Durch mannshohe Ginsterbüsche erreichten sie einen abgelegenen Winkel im Tal. Hier hatten sich in einem Bunker 17 junge Luxemburger einige Monate versteckt und schafften es so, sich dem Militärdienst in der Wehrmacht zu entziehen. Durch das Heidegebiet Bomm gelangten die Wanderer dann hinab nach Kautenbach, wo der Escapardenne Lee Trail endet. Mit dem Bus fuhren sie dann zu Schumann´s Eck. Diese Straßenkreuzung war im Winter 44/45 hart umkämpft. Die Pfullinger erlebten eine beeindruckende Führung entlang der Schützenlöcher in den Wäldern. Der sehr engagierte Führer brachte die Wanderer noch zu einem Eisenbahntunnel, der zuletzt als notdürftiges Lazarett diente. Auch brachte er Original-Interviews zu Gehör, die er mit deutschen und amerikanischen Oberbefehlshabern jener Zeit geführt hatte. Zur Abrundung wurde noch in Wiltz das Museum der Ardennen-Offensive besucht und daran anschließend gab es noch eine Führung durchs nationale Braukunstmuseum mit einem Versucherle.
Am letzten Tag wanderten die Pfullinger noch im Naturpark Our. Von Daßburg-Pont ging es auf schmalen und abwechslungsreichen Pfaden entlang des Flusses Our zur Kalborner Mühle. Dabei wurden sie von den lockenden Rufen des Kuckucks begleitet. Die Mühle ist heute ein Naturschutzzentrum und dient als Flußperlmuschelaufzuchtstation. Bei einem kleinen Rundgang erfuhren die Albvereinler u.a. daß diese vom Aussterben bedrohte Muschelart über 100 Jahre alt werden kann. Weiter führte die Wanderung zum Europadenkmal am Dreiländereck. Hier stoßen die Grenzen von Belgien, Luxemburg und Deutschland zusammen. Unter dem Eindruck der vergangenen Tage mit den vielen Erinnerungen an die Ardennen-Offensive ließ nun die Situation am Dreiländereck ohne Grenzen, ohne Kontrollen und ohne Schlagbäume die Errungenschaft des freien und grenzenlosen Europas begreifen.
Nach insgesamt über 75 Kilometern Wanderstrecke bei sommerlichen Temperaturen und rund 2500 Höhenmetern hatten die Teilnehmer eine erlebnisreiche und beeindruckende Tour absolviert mit viel wissenswertem aus Geschichte und Geologie – ein unvergessliches Erlebnis.
Der bei den vielfachen Aufstiegen erlittene Flüssigkeitsverlust wurde abends in unserem hervorragenden Hotel in Clervaux in geselliger Runde wieder ausgeglichen 😋

Altenfahrt in den Frühling

 

Dem Wetter zum Trotz machten sich die Ausflügler im vollbesetzten Bus auf zu einer Fahrt ins Blaue. Wie immer behielten die Begleiter Helga und Ernst Hauff das Ausflugsziel für sich. Nur dass es in den südlichen Schwarzwald geht, gab Ernst Hauff bei seiner Begrüßung der Albvereinler bekannt. Auch die Gäste wurden herzlich willkommen geheißen. Das Rätselraten über das vermutliche Ziel begann sofort nach Reiseantritt und sorgte für Spannung unter den Teilnehmern. Vorbei an der ältesten Stadt von Baden-Württemberg, Rottweil, mit seiner neuen  Sehenswürdigkeit, dem architektonisch schön gewundenen Aufzugsturm, führte die Reise über die Baar, nach einer kurzen Rast bei Löffingen, zum höchsten Berg des Schwarzwaldes, dem Feldberg (1493m). Auf der Anfahrt zur Gemeinde Feldberg waren noch einige schneebedeckte Flächen zu sehen. Nach der Passhöhe ging es wieder hinunter nach Todtnau und wieder hinauf zu den Todtnauer Wasserfällen. An diesen vorbei wurde schließlich die Straße zum Schauinsland erreicht. Erneut ging es wieder auf vielen  Serpentinen, vorbei am Skigebiet Holzschlägermatte, hinunter ins Tal zur Station der Schauinsland-Bergbahn. Diese brachte die Teilnehmer wieder hinauf zur Bergstation auf dem Schauinsland. Die normalerweise vorhandene Aussicht auf das Rheintal und die gegenüberliegenden Vogesen fiel leider dem wolkenverhangenen Himmel zum Opfer. Aber im Restaurant wartete bereits Kaffee und Kuchen zur geselligen Einkehr und entschädigte für die fehlende Aussicht. Danach ging die Reise wieder mit dem Bus weiter. Und wieder ging es talwärts bis kurz vor Freiburg. Über Kirchzarten, das Himmelreich und das Höllental mit dem berühmten Hirschsprung wurde dann erneut die Schwarzwaldhöhe erreicht, wo die Reise  über Furtwangen, St. Georgen, Triberg nach Villingen-Schwenningen und von dort aus nach Hechingen führte. Eine Einkehr mit Speis und Trank rundete den Ausflug ab. Ehrenvertrauensmann Herbert Braun dankte mit launigen Worten den beiden Reiseleitern für die gelungene Ausfahrt. Nach dem Gesang einiger Wander- und Unterhaltungslieder, Herbert Goller mit seiner steirischen Harmonika und Ernst Hauff mit seiner Mundharmonika sorgten für die musikalische Begleitung, wurde die Heimfahrt nach Pfullingen angetreten.

Seniorenwanderung: Waldameisen-Lehrpfad Holzelfingen

 

32 Pfullinger Albvereinssenioren wanderten auf dem Holzelfinger Waldameisenlehrpfad. Dieser Pfad beginnt beim Manental und geht entlang des Waldsaumes des Kohlhaues gen Holzelfingen. Er hat mehrere Info-Stationen, an denen  die Wanderer über das „Leben“ der Roten Waldameise aufgeklärt werden. Die Senioren waren überrascht über die Zahl der verschiedenen „Berufe“ im Ameisenstaat, das „Kastenwesen“ und den Nutzen fürs Ökosystem. Am Ende des Lehrpfades weist eine interessante Info-Tafel auf die Europäische Hauptwasserscheide hin, die anläßlich des 125-jährigen Jubiläums im Jahr 2016 von der SAV-OG Holzelfingen gestiftet wurde. Das an dieser Stelle nach Norden abfließende Wasser gelangt über die Echaz  in die Nordsee, das südlich abfließende Wasser geht über die Lauter ins Schwarze Meer. Bei herrlichem Frühlingswetter wanderte die Gruppe durch die landwirtschaftlich genutzten Flure des Gewann „Biegel“ und erreichte den Albtrauf des Echaztals auf Höhe des Rötelsteins. Der von dort herrliche Blick ins Echaztal war ein Genuß. Honau lag zu  Füßen, der Gießstein leuchtete durch das frische Grün herüber, ebenso der Lichtenstein und die „Felsenmännlein“ entlang des Traifelsbergs strahlten im Sonnenlicht. Die Gruppe begab sich wieder auf die freien Flure Holzelfingens und über das Manental abwärts zum Ausgangspunkt. Zur Einkehr ging’s in die Gaststätte Nicklas in Unterhausen. Bei lebhaftem Austausch und guter Verpflegung endete der Nachmittag. Die Senioren bedankten sich beim Wanderführer Karl-Heinz Weng für diesen gelungenen Wandernachmittag.