Familiengruppe auf dem Kelten-Erlebnispfad

Bei strahlendem Sonnenschein traf sich die Familiengruppe des schwäbischen Albvereins Pfullingen auf dem Wanderparkplatz in Hülben. Zunächst wanderte man zum Aussichtspunkt „Brille“, wo die 14 Erwachsenen und 12 Kinder eine tolle Sicht zur Burg Hohenneuffen sowie ins Tal hattten. Weiter ging es zum Aussichtsturm Heidengraben. Hier konnte man auf den Fundort der keltischen Zeit schauen. Rund 100 v.Chr. entstand auf der vorderen Alb die größte keltische Siedlung der prähistorischen Zeit in Mitteleuropa – der Heidengraben. Auf dem großflächig angelegten Erlebnispfad wird an 8 Stationen  mittels einer App das keltische Leben anschaulich beschrieben. Der Weg führte über 6 km durch  eine herrliche Landschaft, mit blühenden Bäumen und Löwenzahn. Sehr interessant war es auch, den zahlreichen Segel-und Motorflugzeugen zuzuschauen, die vom Flugplatz Hülben starteten oder landeten. Am Rückweg wurde dann noch am Grillplatz eine wohlverdiente Pause eingelegt. Die Kinder tobten und kletterten noch ausgiebig, bevor der Rückweg angetreten wurde. 

Tag des Baumes

Am Tag des Baumes traf sich die Ortsgruppe Pfullingen auf dem Schönberg um eine Eiche zu taufen. Diese wurde im Herbst 2024 gepflanzt – sie soll an den starken Waldverlust und auch an die schweren Sturmschäden im August 2023 erinnern. Bei einer kurzen Andacht von Herrn Dekan i.R. Eberhard Gröner wurde die Eiche auf den Namen „Theodor Fischer Eiche“ getauft. Der Architekt Theodor Fischer hat im vergangenen Jahrhundert Pfullingens Stadtbild wesentlich mit geprägt.  Zum Beispiel den Schönbergturm, die Pfullinger Hallen oder den Erlenhof. Im Anschluss konnte man sich am Kiosk bei gemütlichem Beisammensein stärken und an einem Sägewettbewerb teilnehmen. Das war ein großer Spass für die großen Gäste und wurde sehr gut angenommen. Für die kleinen Gäste gab es mehrere Spielstationen, wo man auch vieles über den Wald erfahren konnte.

 

Auf dem Albnordrandweg HW1

Die OG Pfullingen hatte zu einer Fortsetzung der Etappenwanderungen auf dem HW1, dem Albnordrandweg, eingeladen. Diesmal starteten die Teilnehmer in Genkingen. Über den Rinderberg ging es hinab zum Hirschhäusle und dann begann auch schon der erste steile Anstieg auf die Alb. Über Serpentinen gelangten die Albvereinler hinauf zum Bolberg und genossen bei der Vesperpause einen herrlichen Blick auf die umliegenden Tafelberge und ins Albvorland. Unter der Begleitung von Gerhard Stolz wanderten sie an Obstbäumen vorbei und nach kurzer Zeit war das Buchbrünnele erreicht. Trotz der langen Trockenperiode und der exponierten Lage kam hier noch Wasser aus dem Berg. An den sogenannten Dolomiten entlang führte der Weg hinauf zum Riedernberg. Die Bergspitze Heidenburg ist vermutlich eine hallstattzeitliche Fliehburg. Auf schmalen Pfaden ging es durch ein Seitental hinab in Steinlachtal und auf dem Panoramaweg wurde schließlich die Bergkirche in Talheim erreicht, wo die erste Etappe endete. Bei frischen Morgentemperaturen und strahlendem Sonnenschein wurde am nächsten Tag in Talheim gestartet. Nach dem Passieren des Ortes stand natürlich wieder ein Aufstieg an. Diesmal wurde der Hirschkopf erklommen.  Entlang der Bruchkante des Bergrutsches und später auf einem anspruchsvollen Wurzelpfad gelangten die Wanderer zum Dreifürstenstein. Hier stießen einst die Fürstentümer Württemberg, Hohenzollern und Fürstenberg aneinander. An Buschwindröschen, Lungenkraut und letztem Seidelbast vorbei wurde der Aussichtspunkt Weilerwaldkopf erreicht. Bald darauf erfolgte der herausfordernde Abstieg Richtung Jungingen. Durch das klimatologisch begünstigte Naturschutzgebiet Bürgle, das im Sommer vor allem zahlreiche Orchideen aufweist, gelangten die Wanderer schließlich zum Tagesziel Jungingen. Der dritte Tag brachte schon frühmorgens von Jungingen einen ansprechenden Aufstieg zum Hohen Berg. Als die Hütte erreicht war konnten die Albvereinler auf fast ebenen Pfaden bis zum Emmafelsen wandern. Unterhalb des Felsens erzählte Gerhard Stolz die Legende der „schwarzen Hand“, die im Fels abgebildet ist. Am hangenden Stein konnten sie die gewaltige Rißbildung beobachten, die in ferner Zukunft wohl das Abstürzen der Felsmassen verursachen. Über eine Brücke ging es dann weiter und dabei konnten die schon verursachten Rutschungen und Löcher bestaunt werden. Am Trauffelsen verließen die Albvereinler den HW1 und folgten dem HW3 bis zum Zeller Horn, wo sie den herrlichen Ausblick auf die Burg Hohenzollern genossen. Auch der Schwarzwald mit seinen markanten Bergen war gut zu erkennen. Am Zollersteighof schwangen sie wieder auf den HW1 ein. Entlang der alten Grenze zwischen dem Königreich Württemberg und dem Königreich Preußen ging es weiter zum Heiligenkopf. Auf Wegen zwischen Wald und Wiese und an knorrigen Weidebuchen vorbei ging es dann letztendlich hinunter zum Stich. Dort konnten sich die Wanderer noch an den ersten Frühlingsenzianen erfreuen. Am letzten Tag ging es dann am Hang eines Tales hinauf zur Hochfläche des Auchtberges. Vorbei am Zitterhof, der nach dem hier oft vorkommenden Zittergras benannt ist, wanderten die Albvereinler hinab ins Eyachtal. Um dann auf der gegenüberliegenden Seite auf den Pfeffinger Böllat aufzusteigen. Dies war der letzte steile Aufstieg dieser Tour.
Auf ebenen Wegen durften die Wanderer zum Aussichtspunkt Böllat gehen, wo sich einer der schönsten Ausblicke am Albtrauf bietet. Das Albvorland sowie die höchsten Berge der Südwestalb, wie Hörnle, Lochenstein, Schafberg und Plettenberg mit seinem Fernmeldeturm waren zu entdecken. Nach dem ausgiebig genossenen Vesper mit Ausblick führte der Weg  nach Burgfelden hinein. Die dortige Michaelskirche ist eines der ältesten Bauwerke des Landes. Über einen schmalen Grat erstiegen die Wanderfreunde die Schalksburg. Bevor die Zollern ihre Stammburg auf den Hohenzollern verlegten, hatten sie wahrscheinlich schon auf der Schalksburg gesessen. Durch eine Scharte ging es dann auf der anderen Seite des Steinbergs,  anfangs in Serpentinen, später auf Geröllschicht hinab nach Laufen im Eyachtal. Mit der Bahn fuhren die Albvereinler nach 4 erlebnisreichen Tagen gesund und wohlbehalten ins Echaztal zurück.