Auf den Spuren der Grenzgänger Teil II

13 Grenzgänger ließen es sich nicht nehmen der Einladung des Schwäbischen Albvereins Ortsgruppe Pfullingen, dem zweiten Teil des Grenzgänger Weges zu folgen. Die Wanderung startete an der Bärenhöhle und verlief gemütlich über sanft hügelige Wiesen und Felder mit Aus- und Fernblick. Der Fernblick wurde leider von den Wolken verschluckt. Alsbald wurde der „Dicke Hau“ erreicht, einem benachbarten Waldgebiet zum ehemaligen Munitionslager Haid. Dieses wurde 1939 auf der Gemarkung Großengstingen gebaut. Ein interessantes Zeitzeugnis stellen die darin befindlichen Bombenlöcher dar. Luftangriffe der Alliierten hinterließen dort gegen Ende des Zweiten Weltkrieges heute noch sichtbare Krater. Das Munitionslager ging 1948 an das Finanzministerium Württemberg-Hohenzollern; 1957 wurde die Kampfmittelbeseitigung eingestellt. Auf einer Fläche von 172,5 Hektar wurden 274 Kubikmeter Erde und Beton bewegt und dabei 498.000 Sprengkörper und Zünder  sowie rund 231.000 Infantriepatronen geborgen. Erinnerungen und Gedanken wurden an dieser geschichtsträchtigen Stelle von den Teilnehmern ausgetauscht. Beeindruckt von diesen Informationen ging es weiter und alsbald fanden sich weitere Grenzsteine. Die stark verwitterten Steine trennten die Territorien von Württemberg und Preußen. Die Burgruine Hohen Erpfingen, 785m hoch, war das letzte Ziel dieser Tour. Die Burg, auch Schnatren genannt, wurde im 12. Jahrhundert gebaut. Der Name „Schnatren“ leitet sich vermutlich von der markanten Felsformation ab. Erhalten sind davon nur noch aus dem Fels geschlagene Burggräben sowie die hochaufragende schildmauerartige Front der Kernburg auf einem Felsklotz. Im Anschluß wurde die Gruppe in der Skihütte Genkingen bestens verköstigt. Irmgard Junger bedankte sich im Namen der Gruppe bei den Wanderbegleitern Thomas und Sylvia Schwaner für diesen schönen Tag.