Die Familiengruppe des Albvereins Pfullingen traf sich am 31. Jan. zur Nachtwanderung. 14 Kinder und genauso viele Erwachsene wanderten vom Parkplatz Selchental zur Breitenbachquelle. Es ging direkt am Bach entlang, über Stock und Stein, ein dicker Baumstamm, der umgestürzt war, musste überwunden werden. An der Quelle angekommen machten die Erwachsenen erst mal Feuer, die Kinder ließen derweil kleine Boote im Bach schwimmen.
Nach der Stärkung am Feuer wurde es doch sehr kalt. Mit Stirn-und Taschenlampen wurde der Rückweg angetreten, der vom Vollmond begleitet wurde.
Archiv des Autors: Ulrich
Jahresversammlung
Jahresversammlung des Schwäbischen Albvereins Pfullingen am 30.01.2026
Zur Jahresversammlung das Akkordeon Orchester die Gäste musikalisch. Die Teamsprecherin eröffnete die Versammlung und übergab das Wort an den stellvertretenden Bürgermeister Martin Fink. In seinem Grußwort würdigte er das große Engagement des Vereins, den starken Zusammenhalt der Mitglieder sowie das freundschaftliche Vereinsklima. Besonders hob er die über 100 Veranstaltungen hervor, die die Ortsgruppe jährlich anbietet.
Im anschließenden Geschäftsbericht wurde auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurückgeblickt. Ein Schwerpunkt war die Innenrenovierung des Schönbergturms, bei der 21 Helfer über 300 Stunden ehrenamtliche Arbeit leisteten und das Fest „40-jahr Partnerschaft Passy“ bei welchem wir über 40 Gästen bei einer Wanderung die schöne Landschaften Rund um Pfullingen zeigen konnten.
Vom Ausschuss wurden 2025 6 Sitzungen abgehalten, vom Vorstandsteam noch zusätzlich 6 Sitzungen zur Vorbereitung, berichtete die Schriftführerin. Doris Sautter berichtete über die Mitgliederentwicklung; zudem wurde der im Jahr 2025 verstorbenen Mitglieder gedacht. Nach dem Finanzbericht der Rechnerinnen wurde die Entlastung der Verantwortlichen durch Martin Fink beantragt und einstimmig angenommen. Aufgrund der neuen Vereinsführung durch ein Vorstandsteam wurde eine Satzungsänderung vorgestellt, die ebenfalls einstimmig beschlossen wurde.
Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Es beginnen die lustigen Tage“ begleitet vom Akkordion Orchester ging es in eine Pause. In dieser wurde der Film „Auf sicheren Wegen“ von Günter Mauder gezeigt.
https://www.youtube.com/watch?v=3TvTua5Vt6I
Die Fachwarte berichteten anschließend über die vielfältigen Aktivitäten der Ortsgruppe. An den 60 angebotenen Wanderungen nahmen insgesamt 1.264 Personen teil. Das Angebot reichte von anspruchsvollen Touren wie dem Markungsumgang mit 41 Kilometern und 1.830 Höhenmetern – bis hin zu den monatlichen Seniorenwanderungen mit anschließender Einkehr. Die Familiengruppe bot monatliche Veranstaltungen an, darunter eine Eselwanderung, Kürbisschnitzen und eine Nikolausfeier. Die seit 2025 im Zwei-Wochen-Rhythmus stattfindenden Spielabende waren immer gut besucht und dauerten oft bis spät in die Nacht.
Auch die ehrenamtliche Arbeit kam nicht zu kurz: Rund 120 Kilometer Wege wurden begangen, über 80 Arbeitsstunden geleistet, neue gelbe Wegweiser angebracht und der HW1 erfolgreich rezertifiziert. Die Naturschutzgruppe engagierte sich bei der Pflege von Wiesen und Biotopen, unterstützt von Schülerinnen und Schülern der Pfullinger Schulen.
Die Fahrradgruppe war mit 17 Ausfahrten aktiv und legte gemeinsam 8.400 Kilometer zurück. Höhepunkt war eine zweitägige Tour zur Burg Derneck. Das Akkordeon Orchester blickte ebenfalls auf ein ereignisreiches Jahr zurück, unter anderem mit einem Benefizkonzert in der Martinskirche. Im Jahr 2026 feiert das Orchester sein 75-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert am 24. Oktober im Kulturhaus Klosterkirche.
Den stimmungsvollen Abschluss der Veranstaltung bildete – wie in jedem Jahr – der Bilderreigen von Ulrich Rall, der dieses Mal dem 24-jährigen Wirken von Doris Sautter im Vorstand der Ortsgruppe gewidmet war. Der Abschluss war wie immer sehr gelungen und wirkte noch lange nach.
Sterne backen mit der Familiengruppe
In der Mühlenstube des Albvereins OG Pfullingen trafen sich 19 Kinder mit Eltern oder Grosseltern zum Sterne backen. Jedes Kind konnte selbst einen Stern formen und individuell verzieren. Bis diese alle gebacken waren, wurde an vielen Tischen um mitgebrachte Sterne gewürfelt. Die Kinder und die Erwachsenen hatten viel Spass. Lautstark wurden die Sieger geehrt. Zum Abschluss wurde an einem großen Tisch um die großen Sterne gewürfelt. Die Sieger konnten dann diese mit nach Hause nehmen. Die gebackenen Sterne waren dann auch alle fertig, so dass jedes Kind seinen Stern mit nach Hause nehmen konnte. Es war ein lustiger Nachmittag, das ist gelebte Tradition!
Auftaktwanderung
Auftaktwanderung 2026 „Über Pfullinger Fluren“
Zur traditionellen Auftaktwanderung der OG Pfullingen trafen sich am 6. Januar 19 Wanderer am Parkplatz Freibad. Unter der Begleitung von Gerhard Spardella und Ulrich Rall wurden dieses Jahr die südlichen Fluren und deren Namensherkunft erkundet. Vorbei am Sportgelände, über die Landesziegenweide wanderte die Gruppe Richtung „Maustäle“. Dies hat sicherlich nichts mit Mäusen zu tun, viel wahrscheinlicher hieß der Besitzer Magnus oder Manus, Namen die in früheren Jahrhunderten üblich waren. Nächstes Ziel war das Scheibenbergle, dessen Namen auf heidnische Bräuche zur Fastnachtszeit im schwäbisch/alemannischen Raum zurückgeht. Über das Lindental gelangte die Gruppe nun wieder Richtung Stadt zum Gewann Sicketsfelben, am Lindentalbach. Hier wachsen auch heute noch reichlich Weiden – in frühmittelalterlicher Sprache „Felben“. Der Besitzer könnte demnach ein Sieghardt, Siegmund oder Siegfried gewesen sein und vermutlich Korbflechter. Durch die Seitenhalde gelangten die Wanderer nun wieder ins Zentrum und zur verdienten Abschlusseinkehr. Doris Sautter bedankte sich bei den beiden Wanderführern für diese geschichtlich untermalte Tour. (V)
Sternwürfeln
Traditionsgemäß fand am Tag vor dem Fest der Heiligen Drei Könige das Sternewürfeln in der Baumann’schen Mühle statt. Zahlreiche Gäste waren der Einladung gefolgt und wurden zu Beginn mit einem kleinen Sektempfang begrüßt, bei dem gemeinsam auf das neue Jahr angestoßen wurde.
Für eine besondere Überraschung sorgten die Sternsinger der St.Wolfgang Kirche, die mit ihren Liedern an die Geburt Christi erinnerten. Zudem informierten sie über ihr diesjähriges Anliegen, auf die Problematik ausbeuterischer Kinderarbeit aufmerksam zu machen und sammelten Spenden für die Aktion „Schule statt Fabrik“. Ihr Auftritt wurde von den Gästen mit großem Applaus und großzügigen Spenden honoriert.
Anschließend ging es endlich los: Die Würfelbecher knallten auf die Tische, es wurde gelacht, in die Hände geklatscht und über gewonnene Sterne gejubelt. Bei Spielen wie „Einsame Filzlaus“, „Der Wächter bläst vom Turm“ und „Nacktes Luisle“ verging die Zeit in der voll besetzten Mühlenstube wie im Flug.
Gegen Ende des Abends wurde als Höhepunkt ein riesiger Stern ausgewürfelt. Wir bedanken uns herzlich bei unseren Gästen für diesen gelungenen Abend und freuen uns, wenn Sie auch bei unserer nächsten Veranstaltung wieder dabei sind.
Familiengruppe – Wanderung zwischen den Jahren
Die traditionelle Wanderung der Schönbergbande des Schwäbischen Albvereins Pfullingen „zwischen den Jahren“ startete in diesem Jahr am Ruoffseck. Bei herrlichem Wanderwetter begab sich die Gruppe auf eine abwechslungsreiche Tour, bei der gleich zwei Geocaches erfolgreich gesucht und gefunden wurden. Beim ersten Geocache waren Aufmerksamkeit und Kombinationsgabe gefragt: Grenz- und Markierungssteine sowie Wandertafeln mussten entdeckt und untersucht werden um daraus die richtigen Zielkoordinaten zu ermitteln. Während die Kinder kaum zu bremsen waren (und einen Hinweis überrannten) übernahmen die Erwachsenen die Buchstabenwert-Berechnung. Eine kurze Pause mit weihnachtlichem Gebäck – teilweise sogar mit Goldstaub verfeinert – bot Gelegenheit zum Durchatmen, bevor das Final des ersten Geocaches zügig gefunden wurde. Anschließend führte der Weg über die Won-Wiesen zum zweiten Geocache. Über sonnige Waldwege kehrte die Gruppe schließlich zum Ausgangspunkt zurück. Die gelungene Mischung aus Bewegung, Rätselspaß und Geselligkeit machte die Wanderung zu einem besonderen Erlebnis zum Jahresausklang.
Sonnwendfeier
Abschlusswanderung
Es ist geschafft, das Wanderjahr 2025 ist vollbracht. 22 Wanderlustige begaben sich am 7. Dezember auf den 1. Teil des Sonnenbühler Grenzgängerweges. Nach dem Start in Erpfingen wurde als erstes die Erpfquelle in Augenschein genommen. Von diesem kleinen romantischen Kleinod fließt die Erpf durch den Kurgarten und später in die Lauchert. Weiter am Weg lag das Ostereiermuseum. Das Museum feierte 2018 25-jähriges Jubiläum. Es beherbergt über 1000 Ausstellungsstücke in einzigartigen Farben,Formen und Techniken. Während der Öffnungszeiten finden regelmäßig Sonderausstellungen, Küntslermärkte und weitere Veranstaltungen statt. Auf dem Bärenhöhlenweg, gespickt mit schönen Blicken auf die Umgebung, gelangte die Gruppe auf den Sonnenbühler Grenzgängerweg und im Anschluß durch herbstliche Waldwege an die Bärenhöhle. Erst 1949 wurde sie entdeckt und für Besucher geöffnet. Auf einer Länge von 292 Metern erschließt sich eine vielfältige Ur- und Unterwelt. Die Temperatur beträgt ganzjährig 8-10 Grad. Bestens versorgt mit Giselas Bredla und Utes Schnaps gings gemütlich weiter durch die albtypische Kuppenlandschaft, Laubwäldern und sanft hügeligen Wiesen und Feldern. Die Kaffeepause wurde im Rosencamping eingelegt. Im weiteren Verlauf gings vorbei am ersten verwitterten Grenzstein. Die Grenzsteine trennten rund 200 Jahre lang die Gebiete Württemberg/Hohenzollern und Preußen. Auch heute trennt sie die Landkreise Reutlingen und Zollernalb. Nach der historischen Grenze ist auch eine religiöse Trennlinie vorhanden. Evangelisch-Württemberg, katholisch-Hohenzollern. Allsbald wurde die Sonnenmatte erreicht. Das Feriendorf, Baubeginn 1964, besteht aus 50 Ferienhäusern, 5 rollstuhl-gerechten Häusern sowie einem Appartmenthaus mit 10 Appartments. Im Wettbewerb „Servicequalität-Baden Württemberg“ ging sie als Sieger hervor. Für Familienferien ohne Barrieren wurde sie mit Bronze ausgezeichnet. Schweren Herzens wurde hier wegen einsetztender Dämmerung die Wanderung abgekürzt. Die Teilnehmer wurden jedoch bei der Abschlußeinkehr im Sportheim in Undingen bestens entschädigt. Doris Sautter bedankte sich im Namen der Gruppe bei den Wanderführern Thomas und Sylvia Schwaner für die abwechslungsreiche Tour.
Nikolausfeier
Nordraumwälder
Die Novemberwanderung der Ortsgruppe führte unter der Begleitung von Gerhard Stolz und Doris Sautter in den Schönbuch. Startpunkt war Pfrondorf. Die Albvereinler stiegen hinab ins Tiefenbachtal, das sie über den Einsiedlersteg überquerten. Weiter ging es auf dem historischen Zugang zu den alten Ackerflächen auf der Hochfläche des Einsiedel. Oben angekommen zeigte sich ein umfassender Blick auf die „Blaue Mauer“. Gerhard Stolz erläuterte die einzelnen Berge, die zu erkennen waren, vom Aichelberg über die Teck bis zum Hohenzollern. Das herzogliche Hofgut Einsiedel und das Schlößchen liegen inmitten einer Rodungsfläche. Die bereits im 14. Jh. vorkommende Erwähnung „zu dem Einsiedel“ läßt vermuten, dass hier ursprünglich ein Waldbruderhaus stand. Um 1460 richtete Graf Eberhard im Barte hier ein Gestüt ein, das bald zu den größten im späteren Herzogtum gehörte. Die Pfullinger wanderten entlang der Alteburger Allee und kamen zum Tälchen des Schlierbaches. Am Knobelbrunnen vorbei ging es hinauf zu einer vorgeschichtlichen Grabhügelgruppe der Hallstattkultur. Weiter führte der Weg über die Unterämtler Allee zur Grenzwaldhütte, wo eine kurze Rast eingelegt wurde. Dabei wurden die Waldbesitzungen von verschiedenen Reutlinger Nordraumgemeinden gestreift. Diese bekamen im Schönbuch von König Wilhelm I. Wälder zugeteilt, da sie auf ihren Gemeindegemarkungen keine hatten. Über anspruchsvolle Fußpfade und einer schmalen Brücke wurden eindrucksvolle Bachläufe überquert. Die Albvereinler wanderten dann am Waldsaum entlang zum ehemaligen Speicherbecken. Bei langsam beginnender Dämmerung wurde noch die Stangenhölzlesklinge erreicht bevor sie wieder in Pfrondorf landeten. Irmgard Junger bedankte sich bei der Einkehr für die informative Wandertour abseits der üblichen Wege.



















